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Deutschland

Schnelle Trauben-Schorle

Die Schorle ist ein deutsches Grundprinzip: Fruchtsaft wird mit Mineralwasser verdünnt, um ihn leichter und weniger süß zu machen, ohne auf den Fruchtgeschmack zu verzichten. Traubensaft eignet sich dafür besonders gut, da er von Natur aus recht süß und intensiv ist.

Steckbrief

Herkunft
Deutschland · Erfrischungsgetränk
Exotik
Kennt man
Aufwand
5 Min · einfach
Ergibt
1 Glas
Wo kaufen
Naturtrüber Traubensaft und Mineralwasser — naturtrüber Saft hat mehr Aroma als klarer.
Nährwerte
≈ 90 kcal · 0 g Eiweiß · 0 g Fett · 23 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Trauben-Schorle mit Eiswürfeln in einem Glas
Deutschland · Erfrischungsgetränk

Zubereitung

  1. Glas mit Eiswürfeln füllen.

  2. Traubensaft eingießen.

  3. Mit Mineralwasser aufgießen, kurz umrühren.

  4. Mit Weintrauben garnieren.

Hintergrund

Welches Mischverhältnis üblich ist

Das klassische Schorle-Verhältnis liegt bei etwa 60 % Saft zu 40 % Wasser, kann aber je nach gewünschter Süße angepasst werden — bei sehr süßem Traubensaft lohnt sich auch ein Verhältnis von 50:50. Wichtig ist nur, dass das Mineralwasser wirklich kalt und kohlensäurehaltig ist, damit die Schorle spritzig bleibt statt schal zu wirken.

Woher das Schorle-Prinzip ursprünglich stammt

Das Verdünnen von Getränken mit Sprudelwasser hat in Deutschland eine lange Tradition, die ursprünglich vom Wein ausging: Die Weinschorle verdünnt Wein mit Mineralwasser, um ihn leichter trinkbar zu machen, und dasselbe Prinzip wurde später auf Fruchtsäfte übertragen. Bei Traubensaft lohnt sich besonders die naturtrübe statt klar filtrierte Variante, da sie intensiver schmeckt und dem verdünnten Getränk mehr Aroma verleiht, statt im Mineralwasser unterzugehen.

Warum kalte statt raumwarme Zutaten wichtig sind

Werden Saft und Wasser schon kalt gemischt, muss weniger Eis zum Kühlen nachgelegt werden — Eis schmilzt sonst zusätzlich und verdünnt die Schorle über das gewünschte Mischverhältnis hinaus. Am besten stehen Saft und Mineralwasser deshalb schon im Kühlschrank, bevor sie zusammenkommen. Wer es weniger süß mag, verschiebt das Verhältnis auf 50:50, ohne dass der Traubengeschmack verloren geht.

Rote oder weiße Traubensaftschorle

Sowohl aus rotem als auch aus weißem Traubensaft lässt sich eine gute Schorle mischen — roter Traubensaft schmeckt meist etwas voller und leicht erdiger, weißer dagegen heller und blumiger. Welche Variante besser passt, ist reine Geschmackssache, wobei roter Traubensaft aufgrund seiner intensiveren Farbe und seines kräftigeren Aromas beim Verdünnen mit Wasser tendenziell weniger stark an Geschmack verliert als hellerer weißer Saft.

Wer mag, ergänzt die Traubenschorle mit ein paar Blättern frischer Minze oder einem Spritzer Zitronensaft, um zusätzliche Frische hineinzubringen, ohne das Grundprinzip zu verändern. In manchen Regionen wird statt Mineralwasser auch Zitronenlimonade verwendet, wodurch die Schorle süßer und weniger schlicht spritzig, aber dafür bunter im Geschmack wird — dann allerdings näher an einer Limonade als an der klassischen Schorle.

Warum Schorle auch aus praktischen Gründen beliebt ist

Das Verdünnen mit Mineralwasser reduziert die Zuckerkonzentration pro Glas spürbar gegenüber purem Saft, weshalb Schorle in Deutschland gerade Kindern oder als durstlöschendes Getränk an heißen Tagen häufig anstelle von reinem Fruchtsaft angeboten wird. Am besten schmeckt sie mit gut gekühltem Saft und Wasser, damit nicht zu viel Eis nachgelegt werden muss, das sonst die Schorle über das gewünschte Mischverhältnis hinaus verdünnt.

Gleichzeitig bleibt durch die Kohlensäure des Mineralwassers ein erfrischender, spritziger Charakter erhalten, den stilles Wasser allein nicht liefern würde — ein Grund, warum für Schorle praktisch immer kohlensäurehaltiges statt stillem Wasser verwendet wird. Wer öfter Schorle trinkt, stellt Saft und Wasser am besten schon getrennt kalt in den Kühlschrank, damit beides jederzeit griffbereit zur Hand ist, ohne erst lange kühlen zu müssen.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Schnelle Trauben-Schorle

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Welches Mischverhältnis ist ideal?

Etwa 60 % Saft zu 40 % Wasser ist der klassische Ausgangspunkt, kann aber nach persönlichem Geschmack angepasst werden — bei sehr süßem Traubensaft schmeckt oft ein Verhältnis von 50:50 ausgewogener.

Warum wird kohlensäurehaltiges statt stillem Wasser verwendet?

Die Kohlensäure macht die Schorle spritzig und erfrischend — mit stillem Wasser wäre das Ergebnis eher ein verdünnter Saft ohne den charakteristischen Schorle-Charakter.

Kann man auch andere Saftsorten für eine Schorle verwenden?

Ja, das Schorle-Prinzip funktioniert mit praktisch jedem Fruchtsaft — Apfel- und Rhabarberschorle sind in Deutschland genauso verbreitet wie Traubenschorle.