Niederlande
Poffertjes
[ PO ·fer·tjes ]
Poffertjes werden traditionell in einer speziellen Gusseisen- oder Kupferpfanne mit kleinen halbrunden Mulden gebacken, die ihnen ihre charakteristische kleine, kugelige Form geben — ursprünglich aus Buchweizenmehl gemacht, heute oft mit einer Mischung aus Weizen- und Buchweizenmehl.
Steckbrief
- Herkunft
- Niederlande
- Exotik
- Nie gehört
- Aufwand
- 45 Min · mittel
- Ergibt
- 4 Portionen
- Wo kaufen
- Mehl (idealerweise Buchweizenmehl-Mischung), Hefe, eine Poffertjes-Pfanne mit kleinen Mulden — eine spezielle Poffertjes-Pfanne mit halbrunden Mulden ist ideal, ersatzweise eine normale Pfanne mit kleinen Portionen (Ergebnis wird flacher).
- Nährwerte
- ≈ 290 kcal · 9 g Eiweiß · 9 g Fett · 45 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Zubereitung
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Hefe in etwas warmer Milch auflösen, 10 Minuten ruhen lassen.
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Mit Mehl, Buchweizenmehl, restlicher Milch und Ei zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verrühren.
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30 Minuten gehen lassen.
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Poffertjes-Pfanne stark erhitzen, jede Mulde leicht buttern.
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Teig in die Mulden füllen, nach 1 bis 2 Minuten mit einer kleinen Gabel wenden, fertig backen.
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Mit Butter und Puderzucker servieren.
Hintergrund
Warum eine spezielle Pfanne den Unterschied macht
Die kleinen, halbrunden Mulden der traditionellen Poffertjes-Pfanne formen den dünnflüssigen Teig zu den charakteristischen kleinen, kugelig-dicken Häufchen — in einer normalen flachen Pfanne würde sich derselbe Teig zu dünnen, breiten Pfannkuchen statt der typischen kompakten Poffertjes-Form verteilen.
Warum der Teig vor dem Backen ruhen muss
Während der Ruhezeit produziert die Hefe Kohlendioxid, das den Teig locker aufgehen lässt und für die charakteristisch fluffige, leicht schwammige Textur im Inneren der Poffertjes sorgt. Ohne diese Zeit bliebe der Teig dichter und würde beim Backen weniger stark aufgehen.
Vom reinen Buchweizenteig zur Mischform
Poffertjes wurden ursprünglich ausschließlich aus Buchweizenmehl hergestellt, das einen kräftigeren, leicht erdigen Geschmack als Weizenmehl hat. Die heute übliche Mischung aus Weizen- und Buchweizenmehl ergibt einen milderen, aber immer noch charakteristischen Geschmack und ein etwas lockereres Ergebnis als die reine Buchweizenversion.
Warum eine kleine Gabel zum Wenden verwendet wird
Die Mulden liegen in der Poffertjes-Pfanne eng nebeneinander, sodass ein normaler Pfannenwender viel zu groß wäre, um ein einzelnes Poffertje sauber zu erfassen, ohne die Nachbarn zu berühren. Eine kleine, zweizinkige Gabel oder ein Holzspieß lässt sich präzise unter das halb gebackene Poffertje schieben und dreht es in einer schnellen Bewegung, bevor die noch flüssige Oberseite auslaufen kann.
Poffertjes als Jahrmarktsgericht
In den Niederlanden sind Poffertjes traditionell eng mit Jahrmärkten und größeren Volksfesten verbunden, wo sie frisch aus rollenden Verkaufsständen mit großen, speziellen Poffertjes-Pfannen direkt vom heißen Blech serviert werden, meist großzügig bestreut mit Puderzucker und einem zerlaufenden Stück Butter obendrauf. Diese enge Verbindung zwischen dem Gericht und dem typischen Jahrmarktsambiente ist in den Niederlanden so stark ausgeprägt, dass Poffertjes für viele Menschen dort untrennbar mit Kindheitserinnerungen an solche Feste verbunden bleiben.
Warum Poffertjes am besten frisch gegessen werden
Da ihre charakteristische Textur ganz wesentlich von der knusprigen Außenseite und dem gleichzeitig noch leicht feuchten, luftigen Inneren lebt, verlieren Poffertjes beim Abkühlen und späteren erneuten Aufwärmen recht schnell an Qualität — die Außenseite wird dabei gummiartig statt weiterhin knusprig, während das Innere insgesamt trockener wirkt als direkt frisch von der heißen Pfanne. Deshalb werden sie traditionell unmittelbar nach dem Backen serviert und nur selten bewusst für später aufbewahrt.
Der Teig für Poffertjes sollte dünnflüssiger sein als bei normalen Pfannkuchen, aber nicht so flüssig wie bei Crêpes, damit er die kleinen Mulden der Pfanne gleichmäßig ausfüllt, ohne sofort wieder herauszulaufen. Ist der Teig zu dickflüssig, bleiben die Poffertjes innen roh, während die Außenseite bereits anbrennt. Etwas zerlassene Butter direkt in jede Mulde vor dem Eingießen des Teigs sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Poffertjes später leicht lösen lassen. Wird zu viel Teig auf einmal in eine Mulde gegossen, läuft er über den Rand in die Nachbarmulde und die einzelnen Poffertjes verschmelzen miteinander, statt getrennt zu bleiben.
Nachgefragt
Häufige Fragen zu Poffertjes
Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Warum ist eine spezielle Pfanne wichtig?
Die kleinen, halbrunden Mulden formen den dünnflüssigen Teig zu den charakteristischen kleinen, kugelig-dicken Häufchen — in einer normalen Pfanne verteilt sich derselbe Teig zu flachen Pfannkuchen.
Warum Buchweizenmehl in der Mischung?
Traditionell wurden Poffertjes komplett aus Buchweizenmehl gemacht, was einen nussigeren, kräftigeren Geschmack als reines Weizenmehl ergibt.
Womit werden Poffertjes klassisch serviert?
Mit einem großzügigen Stück Butter und einer Wolke Puderzucker — süße Toppings wie Sirup sind ebenfalls verbreitet, aber weniger klassisch.
Warum werden sie nach kurzer Zeit gewendet?
Nur ein bis zwei Minuten reichen, bis die Unterseite fest genug zum Wenden ist — zu langes Warten würde die Unterseite zu dunkel werden lassen, bevor die Oberseite gar ist.