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Kuba

Tostones

[ tos· TO ·nes ]

Die Zweifach-Frittiertechnik unterscheidet Tostones von den ähnlich klingenden, aber anders zubereiteten "Maduros" (aus reifen, süßen Kochbananen einfach frittiert) — beide Gerichte nutzen dieselbe Grundzutat in unterschiedlichem Reifegrad für völlig unterschiedliche Texturen und Geschmacksrichtungen.

Steckbrief

Herkunft
Kuba · Karibik
Exotik
Schon mal gehört
Aufwand
30 Min · einfach
Ergibt
4 Portionen als Beilage
Wo kaufen
Grüne (unreife) Kochbananen — müssen unbedingt grün und fest sein, reife gelbe Kochbananen ergeben ein anderes Gericht (Maduros).
Nährwerte
≈ 270 kcal · 1 g Eiweiß · 13 g Fett · 39 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Tostones, kubanische zweimal frittierte Kochbananenscheiben
Kuba · Karibik

Zubereitung

  1. Kochbananen schälen, in etwa 3 cm dicke Scheiben schneiden.

  2. Im heißen Öl 3 bis 4 Minuten pro Seite vorfrittieren, bis sie leicht gebräunt, aber noch nicht knusprig sind.

  3. Herausnehmen, mit einem Topfboden oder einer speziellen Tostonera-Presse flach drücken.

  4. Ein zweites Mal im heißen Öl 2 bis 3 Minuten pro Seite frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind.

  5. Salzen, mit Knoblauch-Dip servieren.

Hintergrund

Warum zweimal frittiert wird

Das erste Frittieren gart die harte, stärkehaltige grüne Kochbanane von innen weich vor, bevor sie flach gedrückt und ein zweites Mal frittiert wird, um die deutlich vergrößerte Oberfläche knusprig zu machen — ohne diesen zweistufigen Prozess blieben die Scheiben entweder innen roh oder würden beim einmaligen Frittieren nicht die charakteristische flache, knusprige Form erreichen.

Warum Tostones oft mit Knoblauch-Dip serviert werden

Da grüne Kochbananen selbst kaum Eigensüße haben und deutlich neutraler schmecken als reife, dienen sie fast wie eine Art Chips-Basis, die von einem kräftigen Dip lebt — Mojo aus Knoblauch, Öl und Zitrussaft ist die klassische Begleitung. In vielen karibischen Küchen übernehmen Tostones damit eine ähnliche Rolle wie Pommes frites in Europa: als salzige, knusprige Beilage zu praktisch jedem herzhaften Hauptgericht.

Warum Tostones anderswo anders heißen

Dieselbe Zubereitung aus zweimal frittierten grünen Kochbananen trägt in verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen: In Kolumbien, Venezuela und Teilen Mittelamerikas heißt das Ergebnis „Patacones“, während „Tostones“ vor allem in Kuba, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik gebräuchlich ist. Gesalzen wird direkt nach dem zweiten Frittieren, solange die Oberfläche noch heiß und leicht fettig ist, denn nur dann haftet das Salz gleichmäßig und zieht nicht wieder ab.

Womit die Kochbananenscheiben flachgedrückt werden

Für das Flachdrücken zwischen den beiden Frittiergängen gibt es ein spezielles Holzwerkzeug namens Tostonera, das die Scheibe gleichmäßig und in der richtigen Dicke presst. Ohne dieses Werkzeug tut es auch der Boden eines Glases, ein flacher Teller oder eine breite Messerklinge, solange gleichmäßiger Druck angewendet wird — wichtig ist vor allem, dass die Scheibe danach überall etwa gleich dick ist, damit sie beim zweiten Frittieren gleichmäßig gart.

Tostones als Basis für kleine Häppchen

In vielen karibischen Restaurants werden besonders dicke Tostones auch als essbare Basis für kleine Häppchen verwendet, ähnlich einem Cracker: Statt sie nur mit Salz zu servieren, werden sie mit Ceviche, gezupftem Fleisch oder Guacamole belegt. Diese Verwendung als Tostones Rellenos zeigt, wie vielseitig die einfache, geschmacksneutrale Kochbananenscheibe über die klassische Beilagenrolle hinaus eingesetzt werden kann.

Warum manche Rezepte die Scheiben zwischendurch in Salzwasser tauchen

Zwischen dem ersten und zweiten Frittiergang werden die flachgedrückten Scheiben in manchen Rezepten kurz in kaltes Salzwasser getaucht, bevor sie zurück ins heiße Öl kommen. Dieser Schritt würzt die sonst eher neutrale Kochbanane von innen und kühlt die Oberfläche leicht ab, was beim zweiten Frittieren zu einer besonders knusprigen Kruste beiträgt.

Woher der Name „Tostón“ kommt

Der Name leitet sich vom spanischen Verb „tostar“ (rösten, toasten) ab und verweist auf die goldbraune, geröstete Oberfläche, die die Scheiben im zweiten Frittiergang bekommen. Die ursprüngliche Dicke der ersten Scheibe beeinflusst dabei direkt das Ergebnis: Zu dick geschnitten, bleibt der Kern nach dem Flachdrücken zäh, zu dünn geschnitten, zerfällt die Scheibe beim zweiten Frittieren leicht.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Tostones

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Warum werden Tostones zweimal frittiert?

Das erste Frittieren gart die harte grüne Kochbanane weich vor, das zweite Frittieren nach dem Plattdrücken macht die vergrößerte Oberfläche knusprig.

Was ist der Unterschied zu Maduros?

Maduros werden aus reifen, gelben, süßen Kochbananen einfach frittiert, während Tostones aus grünen, unreifen Kochbananen zweimal frittiert werden — unterschiedlicher Reifegrad, unterschiedliches Ergebnis.

Braucht man eine spezielle Tostonera-Presse?

Nein, ein flacher Topfboden oder ein Glas funktionieren genauso gut zum Plattdrücken, eine Tostonera ist nur praktischer bei größeren Mengen.

Warum müssen die Kochbananen grün sein?

Nur grüne, unreife Kochbananen haben die feste, stärkehaltige Textur, die für die klassische Tostones-Konsistenz nötig ist — reife gelbe ergeben ein süßeres, weicheres Maduros-Ergebnis.

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