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Kolumbien

Cocadas Blancas

[ ko· KA ·das Blan·kas ]

Cocadas sind an der gesamten kolumbianischen und weiten Teilen der lateinamerikanischen Karibikküste verbreitet und werden oft von Straßenverkäuferinnen ("Palenqueras" an der kolumbianischen Küste) direkt auf der Straße angeboten. Es gibt auch braune Varianten mit Panela statt Zucker.

Steckbrief

Herkunft
Kolumbien · Karibikküste
Exotik
Nie gehört
Aufwand
40 Min · einfach
Ergibt
ca. 15 Stück
Wo kaufen
Frisch geraspelte Kokosnuss oder ungesüßte Kokosraspeln, Kondensmilch — frische Kokosnuss ergibt eine saftigere Konsistenz, getrocknete Kokosraspeln funktionieren aber ebenfalls gut.
Nährwerte
≈ 270 kcal · 3 g Eiweiß · 19 g Fett · 27 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Cocadas Blancas, kolumbianische weiße Kokosbonbons
Kolumbien · Karibikküste

Zubereitung

  1. Kokosraspeln, Zucker und Kondensmilch in einem Topf bei mittlerer Hitze verrühren.

  2. Unter ständigem Rühren 15 bis 20 Minuten einkochen, bis die Masse dick und zusammenhängend wird und sich vom Topfboden löst.

  3. Vanille und Salz einrühren.

  4. Masse etwas abkühlen lassen, dann mit angefeuchteten Händen zu kleinen Kugeln oder Hügeln formen.

  5. Auf Backpapier vollständig auskühlen und fest werden lassen.

Hintergrund

Woran man erkennt, dass die Masse fertig eingekocht ist

Die Kokosmasse sollte sich beim Rühren sichtbar vom Topfboden lösen und eine zusammenhängende, nicht mehr flüssige Konsistenz haben — zu früh vom Herd genommen, lassen sich die Cocadas später nicht formen und zerfallen, zu lange gekocht werden sie hart und bröckelig statt angenehm bissfest.

Warum Kondensmilch statt normaler Milch

Gezuckerte Kondensmilch bringt gleichzeitig Süße, Fett und Bindung mit, ohne zusätzliche Flüssigkeit einzubringen, die das Einkochen unnötig verlängern würde — mit normaler Milch bräuchte die Masse deutlich länger, um die nötige feste Konsistenz zu erreichen. Frische geraspelte Kokosnuss ergibt saftigere, weichere Cocadas als getrocknete, ungesüßte Kokosraspeln, die etwas mehr Kaumasse haben. Die angefeuchteten Hände beim Formen verhindern, dass die klebrige, warme Masse an den Fingern haften bleibt.

Cocadas Blancas und die braune Variante

Neben der weißen Version mit raffiniertem Zucker gibt es an der kolumbianischen Küste ebenso verbreitete braune Cocadas, bei denen Panela statt weißem Zucker verwendet wird — sie schmecken dadurch tiefer und leicht karamellig statt neutral süß. Die Palenqueras, die diese Süßigkeiten traditionell auf großen Schüsseln balancierend an Stränden und Straßen verkaufen, gehören zum festen Bild der kolumbianischen Karibikküste.

Wie lange sich Cocadas halten

Der hohe Zuckergehalt wirkt bei Cocadas wie ein natürliches Konservierungsmittel, weshalb sie bei Raumtemperatur in einer gut verschlossenen Dose deutlich länger haltbar sind als die meisten anderen Milchsüßigkeiten — ein praktischer Vorteil für Straßenverkäuferinnen, die sie über Stunden ohne Kühlung anbieten. Feuchtigkeit ist dabei der größte Feind: Ein offen liegen gelassenes Blech nimmt schnell Luftfeuchtigkeit auf und wird klebrig statt fest.

Im Kühlschrank aufbewahrt werden Cocadas dagegen oft härter und weniger geschmeidig, da die Kälte das enthaltene Kokosfett fest werden lässt — für die beste Textur werden sie deshalb meist bei Zimmertemperatur statt gekühlt gelagert.

Cocadas mit Fruchtgeschmack

Neben der klassischen weißen und der braunen Panela-Version werden an der kolumbianischen Karibikküste auch Cocadas mit zugesetztem Fruchtpüree wie Guave oder Ananas verkauft, die der Grundmasse eine zusätzliche fruchtige Note und oft auch eine kräftigere Farbe geben. Die Grundtechnik aus eingekochter Kokosmasse bleibt dabei immer gleich, nur die Aromatisierung unterscheidet sich von Verkäuferin zu Verkäuferin.

Diese fruchtigen Varianten werden meist erst nach dem Grundeinkochen der Kokosmasse mit dem Fruchtpüree vermischt, damit die Frucht ihre eigene Farbe und ihr Aroma behält, statt beim langen Köcheln mit der Kokosmasse zu verblassen. Traditionell wird die Kokosmasse in einer breiten, meist kupfernen Pfanne (Paila) eingekocht, die die Hitze gleichmäßig verteilt und ein Anbrennen am Rand verhindert. Ohne eine solche breite Pfanne funktioniert auch ein normaler, weiter Topf, solange ständig gerührt wird, um ein Ansetzen am Boden zu vermeiden.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Cocadas Blancas

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was ist der Unterschied zu braunen Cocadas?

Braune Cocadas werden mit Panela (unraffiniertem Rohrzucker) statt weißem Zucker gemacht, was ihnen eine tiefere, melassigere Farbe und einen kräftigeren Geschmack gibt.

Kann man frische statt getrocknete Kokosnuss verwenden?

Ja, frische geraspelte Kokosnuss ergibt sogar eine saftigere, authentischere Konsistenz, getrocknete ungesüßte Kokosraspeln funktionieren aber ebenso gut und sind einfacher erhältlich.

Wie lange halten sich Cocadas Blancas?

Bei Zimmertemperatur in einer luftdichten Dose etwa 1 bis 2 Wochen, im Kühlschrank noch etwas länger.

Woran erkennt man, dass die Masse fertig eingekocht ist?

Sie sollte sich beim Rühren sichtbar vom Topfboden lösen und eine zusammenhängende Konsistenz haben — nur dann lässt sie sich später formen, ohne auseinanderzufallen.

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