Kaasstengels
[ kaas · steng · els ]
Mürbe Käsestangen aus der indonesisch-niederländischen Küche, klassisches Feiertagsgebäck.
Herkunft
Indonesische Küche vereint chinesische, indische und malaiische Einflüsse: das langsam geschmorte Rendang, gebratener Nasi Goreng und der Salat Gado-Gado. Wir erklären Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.
Indonesien ist mit über 17.000 Inseln der größte Archipel der Erde, und die Küche spiegelt das wider: Java, Sumatra, Bali und die Molukken haben jeweils eigene Aromenwelten, von milden Kokosgerichten bis zu feurig scharfen Currys mit Chili und Galgant. Sambal, eine scharfe Chilipaste, gehört fast zu jeder Mahlzeit und existiert in unzähligen regionalen Varianten. Reis ist der Grundpfeiler der meisten Gerichte, in Teilen Ost-Indonesiens treten aber auch Sago und Maniok an seine Stelle. Rendang, der langsam geschmorte Rindfleisch-Eintopf, stammt ursprünglich aus der Minangkabau-Kultur Westsumatras und wurde traditionell so lange gegart, dass er auch ohne Kühlung über Tage haltbar blieb – ein Gericht für Feste und lange Reisen zugleich. Kaasstengels, die knusprigen Käsestangen, gehören dagegen zum sogenannten Indo-Erbe: Sie entstanden aus der Vermischung niederländischer Kolonialküche mit lokalen Zutaten und sind heute vor allem zu Feiertagen wie Lebaran verbreitet. Auch die berühmte Reistafel, ein Buffet aus vielen kleinen Schüsseln, geht auf die Kolonialzeit zurück, als niederländische Herrschaften indonesische Gerichte in großer Zahl gleichzeitig servieren ließen. Tempeh, aus fermentierten Sojabohnen, hat seine Wurzeln auf Java und zählt zu den ältesten bekannten fermentierten Sojaprodukten Asiens.
[ kaas · steng · els ]
Mürbe Käsestangen aus der indonesisch-niederländischen Küche, klassisches Feiertagsgebäck.
[ ren· DANG ]
Zartes Rindfleisch, extrem lange in Kokosmilch mit einer komplexen Gewürzpaste geschmort, bis die Flüssigkeit fast vollständig eingekocht ist und eine dunkle, trockene, intensiv gewürzte Sauce zurückbleibt — eines der berühmtesten Gerichte Indonesiens.
[ NA ·si Go·reng ]
Kräftig gewürzter gebratener Reis mit Kecap Manis, Knoblauch, Chili und Ei, oft mit Hähnchen oder Garnelen ergänzt und mit Krabbenchips serviert — Indonesiens bekanntestes und am weitesten exportiertes Reisgericht.
[ GA ·do-GA·do ]
Ein bunter indonesischer Salat aus blanchiertem und rohem Gemüse, hartgekochtem Ei und Tofu, übergossen mit einer würzigen Erdnusssauce — eines der bekanntesten Gerichte der indonesischen Küche, oft als "indonesischer Salat" beschrieben.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Nicht im klassischen Sinne. Rendang wird zwar mit Kokosmilch und Gewürzpaste gekocht, aber so lange geschmort, bis die Flüssigkeit fast vollständig verkocht ist und nur noch eine dunkle, trockene Gewürzkruste um das Fleisch bleibt – anders als bei den meist flüssigeren Currys Südostasiens.
Sambal ist keine einzelne Sauce, sondern eine ganze Kategorie: Je nach Region werden Chilis mit Garnelenpaste, Tomaten, Limette oder gebratenen Zwiebeln zu sehr unterschiedlichen Pasten verarbeitet. Fertigsambal aus dem Glas ist meist nur eine grobe Annäherung an die frisch zubereiteten Varianten.
Kaasstengels entstanden in der sogenannten Indo-Küche, die während der niederländischen Kolonialzeit aus der Vermischung europäischer und indonesischer Zutaten und Techniken hervorging. Sie gelten heute in Indonesien selbst als festliches Gebäck, vor allem zum Fastenbrechen Lebaran.
Asiatische Supermärkte in größeren Städten führen meist beides, ebenso spezialisierte Online-Shops für südostasiatische Zutaten. Als Ersatz für Kaffernlimettenblätter wird gelegentlich Limettenschale verwendet, geschmacklich kommt das dem Original aber nur näherungsweise gleich.
Nicht grundsätzlich – die Grundgerichte selbst sind oft mild bis mittelscharf, die Schärfe kommt meist erst über separat servierten Sambal hinzu, den jeder nach eigenem Geschmack dazugibt. Das erlaubt, Schärfe am Tisch individuell zu regulieren statt sie fest ins Gericht einzukochen.