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Herkunft

Gerichte aus Irland

Irische Küche ist deftig: Irish Stew mit Lamm, gestampftes Colcannon mit Kohl und gebackene Boxty-Kartoffelfladen gehören zu den Klassikern. Wir erklären Zubereitung und Bezugsquellen für DE, AT und CH.

Die Kartoffel, ohne die man sich Colcannon und Boxty heute kaum vorstellen kann, stammt ursprünglich gar nicht aus Irland: Sie kam erst im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa, wurde in Irland aber wegen der ertragreichen Ernten auf kleinen Flächen schnell zum wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt. Genau diese Abhängigkeit wurde in der Großen Hungersnot von 1845 bis 1852 zur Katastrophe, als eine Kartoffelfäule mehrfach die Ernte vernichtete und die irische Ernährung bis heute nachhaltig prägte. Colcannon, das gestampfte Kartoffel-Kohl-Gericht, gehört traditionell zum Fest von Samhain im Oktober, dem Vorläufer von Halloween: Früher versteckte man kleine Gegenstände wie einen Ring oder eine Münze im Gericht, die dem Finder angeblich Glück oder eine baldige Hochzeit vorhersagten. Boxty wiederum, die Kartoffelfladen aus rohen und gekochten Kartoffeln, stammen ursprünglich aus dem Nordwesten Irlands und werden dort in einem traditionellen Reim besungen, der mit „Boxty on the pan“ beginnt. Irisches Sodabrot verzichtet bewusst auf Hefe und nutzt stattdessen Natron in Kombination mit Buttermilch als Triebmittel — eine Methode, die sich durchsetzte, weil der in Irland angebaute Weizen für klassisches Hefebrot weniger geeignet war. Auch der Irish Coffee, Kaffee mit Whiskey und Sahne, hat einen konkreten Ursprungsort: Er wurde in den 1940er-Jahren am Flughafen Foynes für frierende Passagiere von Transatlantikflügen erfunden.

Irland

Boxty

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Ein traditioneller irischer Kartoffelpuffer, der eine Besonderheit hat: er wird aus einer Mischung von rohen, fein geriebenen Kartoffeln UND gekochtem Kartoffelpüree gemacht — ein Detail, das ihn von einfacheren Reibekuchen anderer Länder unterscheidet.

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Nachgefragt

Häufige Fragen zu Irland

Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Warum wird Irish Stew oft mit Lamm statt Rind gemacht?

Traditionell wurde Irish Stew mit Hammel- oder Lammfleisch zubereitet, weil Schafe in Irland historisch weiter verbreitet und günstiger als Rinder waren. Moderne Varianten nutzen teils auch Rindfleisch, gelten unter Traditionalisten aber nicht als das Original, das klar auf Lamm oder Hammel setzt.

Was hat Colcannon mit Halloween zu tun?

Colcannon, das gestampfte Kartoffel-Kohl-Gericht, gehörte traditionell zum Fest von Samhain im Oktober, dem Vorläufer von Halloween. Früher versteckte man kleine Gegenstände wie einen Ring im Gericht, die dem Finder eine baldige Hochzeit vorhersagen sollten, ein Brauch, der heute kaum noch praktiziert wird.

Warum benutzt irisches Brot kein Hefe?

Irisches Sodabrot nutzt Natron statt Hefe als Triebmittel in Kombination mit Buttermilch, weil der in Irland traditionell angebaute Weichweizen für klassisches Hefebrot weniger geeignet ist. Das Ergebnis ist ein dichteres, schnell zubereitetes Brot ohne lange Gehzeit, das sich gut mit Butter zum Stew isst.

Ist Irish Coffee wirklich in Irland erfunden worden?

Ja, der Kaffee mit Whiskey und Sahne wurde in den 1940er-Jahren am Flughafen Foynes für frierende Passagiere von Transatlantikflügen entwickelt. Von dort trat das Getränk seinen Weg um die Welt an und findet sich heute in unzähligen Bar-Variationen.

Was ist der Unterschied zwischen Boxty und normalen Kartoffelpuffern?

Boxty wird aus einer Mischung von rohen, geriebenen und bereits gekochten, gestampften Kartoffeln zubereitet, was ihm eine dichtere, leicht klebrige Textur gibt als klassische Kartoffelpuffer aus nur rohen Kartoffeln. Ursprünglich stammt Boxty aus dem Nordwesten Irlands und wurde traditionell in einer Pfanne gebacken.