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Herkunft

Gerichte aus Jamaika

Jamaikanische Küche ist würzig und karibisch geprägt: Jerk Chicken mit seiner Marinade, das Nationalgericht Ackee and Saltfish sowie Rice and Peas. Wir erklären Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.

Jerk, die charakteristische würzig-scharfe Marinade und Garmethode, geht auf die Maroons zurück, entflohene versklavte Menschen, die sich in den Bergen Jamaikas versteckten und Fleisch traditionell über dem Holz des Pimentbaums (Allspice) räucherten und garten – ein Aroma, das bis heute als typisch jamaikanisch gilt. Bei Ackee and Saltfish ist Vorsicht mit der titelgebenden Ackee-Frucht geboten: Sie darf erst gegessen werden, wenn sie von selbst vollständig aufgesprungen ist, da unreife Früchte ein Gift enthalten. Rice and Peas wird klassisch mit Kokosmilch gekocht, wobei „Peas“ in Jamaika meist getrocknete rote Bohnen oder Straucherbsen (Gungo Peas) bezeichnet, nicht grüne Erbsen – das Gericht gilt traditionell als Sonntagsessen in vielen jamaikanischen Familien. Callaloo, ein Gemüseeintopf aus Blattgemüse, unterscheidet sich von den unter demselben Namen bekannten Zubereitungen anderer karibischer Inseln wie Trinidads, wo eher Taroblätter und eine suppenartige Konsistenz üblich sind. Auch die jamaikanische Patty, ein gefülltes Blätterteiggebäck mit charakteristisch gelber, mit Curcuma gefärbter Kruste, zeigt den Einfluss indischer Vertragsarbeiter, die im 19. Jahrhundert auf die Insel kamen.

Jamaika

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Jamaika

Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Warum muss man bei Ackee vorsichtig sein?

Unreife Ackee-Früchte enthalten ein Gift, das erst durch die natürliche Reifung abgebaut wird. Essbar ist die Frucht deshalb nur, wenn sie von selbst am Baum vollständig aufgesprungen ist. In Deutschland wird Ackee meist bereits verarbeitet und sicher in Dosen verkauft, wodurch dieses Risiko beim Kochen zuhause praktisch entfällt.

Was genau macht Jerk-Gewürz aus, und woher kommt die Methode?

Jerk geht auf die Maroons zurück, entflohene versklavte Menschen, die sich in den Bergen Jamaikas versteckten und Fleisch über dem Holz des Pimentbaums (Allspice) räucherten. Die Marinade selbst enthält meist Chili, Piment, Thymian, Ingwer und Knoblauch und ergibt die charakteristische scharf-rauchige Würze.

Was bedeutet "Peas" bei Rice and Peas, wenn es doch eigentlich Bohnen sind?

In der jamaikanischen Küche bezeichnet "Peas" meist getrocknete rote Bohnen oder Straucherbsen (Gungo Peas), nicht grüne Erbsen im europäischen Sinn. Das Gericht wird klassisch mit Kokosmilch gekocht und gilt traditionell als Sonntagsessen in vielen jamaikanischen Familien.

Unterscheidet sich jamaikanisches Callaloo von dem anderer karibischer Inseln?

Ja, deutlich: Jamaikas Callaloo ist meist ein sautiertes Blattgemüse-Gericht, oft mit Saltfish, während etwa in Trinidad unter demselben Namen eine suppenartige Zubereitung mit Taroblättern verstanden wird. Der Name Callaloo bezeichnet also je nach Insel unterschiedliche Gerichte, nicht ein einheitliches Rezept.

Warum ist die jamaikanische Patty gelb?

Die charakteristische gelbe Farbe der Kruste stammt von Curcuma (Kurkuma), das dem Teig zugesetzt wird. Diese Färbung zeigt den Einfluss indischer Vertragsarbeiter, die im 19. Jahrhundert nach Jamaika kamen und Gewürze wie Curry in die lokale Küche einbrachten.