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Herkunft

Gerichte aus Puerto Rico

Puerto-ricanische Küche verbindet Kochbananen, Reis und Fleisch: Mofongo mit Garnelen, Arroz con Gandules und der Auflauf Pastelón — mit Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.

Die sogenannte Cocina Criolla Puerto Ricos verbindet Einflüsse der indigenen Taíno, spanischer Kolonisatoren und aus Westafrika verschleppter Menschen. Sofrito, eine Basis aus Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und Koriander, bildet dabei das aromatische Fundament für einen Großteil der herzhaften Gerichte der Insel.

Pasteles, in Bananen- oder Pflanzenblätter gewickelte Teigtaschen aus Kochbananenmasse mit einer herzhaften Fleischfüllung, ähneln entfernt mexikanischen Tamales und gehören traditionell zum Weihnachtsessen, wenn ganze Familien gemeinsam große Mengen für die Feiertage vorbereiten. Lechón asado, ein ganzes, über Stunden am Spieß gegrilltes Schwein mit knuspriger Haut, ist ebenfalls ein zentrales Festtagsgericht, besonders rund um Weihnachten und Neujahr. Coquito, ein cremiger Kokos-Rum-Punsch mit Zimt und Muskatnuss, wird ähnlich wie Eggnog in der Weihnachtszeit getrunken und oft in Flaschen von Nachbarn und Familie verschenkt.

Der Name Mofongo selbst geht vermutlich auf ein westafrikanisches Wort für gestampfte Kochbanane zurück und erinnert an die Zubereitung von Fufu, das von versklavten Menschen mit auf die Insel gebracht wurde. Alcapurrias, frittierte Teigtaschen aus einer Masse von grüner Kochbanane und Yautía (einer Kolokasien-Wurzel), gefüllt meist mit Rindfleisch, gehören zu den beliebtesten Streetfood-Snacks der Insel. Auch wenn Puerto Rico politisch zu den USA gehört, bleibt die Cocina Criolla in Zutaten und Zubereitung klar von den Kolonialgeschichten Spaniens und Westafrikas geprägt und unterscheidet sich deutlich von der Küche des restlichen Karibikraums.

Puerto Rico

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Puerto Rico

Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was ist der Unterschied zwischen Pasteles und mexikanischen Tamales?

Beide sind in Blätter gewickelte, gefüllte Teigtaschen, unterscheiden sich aber im Teig und in der Einwicklung: Pasteles bestehen meist aus einer Masse aus grüner Kochbanane oder Yuca und werden in Bananenblätter gewickelt, während Tamales typischerweise aus Maismehlteig (Masa) bestehen und in Maisblätter gehüllt werden.

Woher kommt der Name "Mofongo"?

Der Name geht vermutlich auf ein westafrikanisches Wort für gestampfte Kochbanane zurück und erinnert an die Zubereitung von Fufu, das versklavte Menschen aus Westafrika mit auf die Insel brachten. Die Grundtechnik – Kochbanane stampfen und mit Knoblauch und Fett vermischen – lebt in Mofongo bis heute weiter.

Was ist Yautía, und wo bekomme ich sie in Deutschland?

Yautía ist eine stärkehaltige tropische Wurzel aus der Familie der Kolokasien, ähnlich wie Taro, mit einem milden, leicht nussigen Geschmack. In Deutschland findet man sie am ehesten in karibischen oder afrikanischen Lebensmittelgeschäften, teils auch unter dem Namen "Malanga" oder "Taro" im Kühlregal.

Ist Coquito einfach nur karibischer Eggnog?

Coquito ähnelt Eggnog in der cremigen, weihnachtlichen Machart, verwendet aber statt Milch und Sahne vor allem Kokosmilch und Kokoscreme sowie meist weißen Rum. Zimt und Muskatnuss sorgen für die typische Weihnachtswürze, weshalb der Vergleich zwar naheliegt, geschmacklich aber deutlich kokosbetonter ausfällt.

Wird Mofongo immer mit Garnelen serviert?

Nein, Garnelen sind nur eine von vielen möglichen Beilagen. Mofongo wird ebenso häufig mit Hühnchen, Schweinefleisch, Rindfleisch oder einfach mit einer kräftigen Brühe (Caldo) serviert, in die der gestampfte Kochbananenkegel getaucht wird. Die Grundzubereitung aus Kochbanane, Knoblauch und Schweineschmalz bleibt dabei immer gleich.