fooddiez Atlas unbekannter Gerichte

Herkunft

Gerichte aus Rumänien

Rumänische Küche lebt von Kohlrouladen, Maisbrei und kräftigen Suppen: Sarmale, Mămăligă und Rumänische Bohnensuppe — mit Aussprache und Bezugsquellen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Mămăligă, ein fester Maisbrei, war über Jahrhunderte hinweg ein Grundnahrungsmittel ärmerer Bevölkerungsschichten und wird bis heute anstelle von Brot zu vielen Gerichten gereicht. Sarmale, mit Hackfleisch und Reis gefüllte Kohl- oder Weinblätter, gelten besonders zu Weihnachten und Silvester als traditionelles Festessen in nahezu jeder rumänischen Familie.

Ciorbă bezeichnet in der rumänischen Küche eine eigene, saure Suppenkategorie, die sich klar von den milderen „Supă“-Suppen abhebt: Die charakteristische Säure entsteht durch Zutaten wie Borș (fermentierte Kleie), Essig, Sauerkrautlake oder Zitrone. Ciorbă de fasole, die Bohnensuppe, wird oft zusätzlich mit geräuchertem Fleisch verfeinert und je nach Region unterschiedlich sauer eingestellt. Als Grillgericht ist Mici, kurze Röllchen aus gewürztem Hackfleisch ohne Darm, ein fester Bestandteil rumänischer Feiern und wird meist mit Senf und frischem Brot serviert. Bei den Süßspeisen zählt Papanași zu den bekanntesten Nachtischen: pochierte oder frittierte Klöße aus Quark, die mit saurer Sahne und Marmelade übergossen werden. Die rumänische Küche trägt zudem Spuren osmanischer, österreich-ungarischer und slawischer Einflüsse aus der wechselhaften Geschichte der Region, etwa in Gewürzen wie Paprika oder in gefüllten Teigwaren. Zum Frühstück sind in ländlichen Gebieten bis heute einfache Kombinationen aus Mămăligă, Schafskäse und saurer Sahne verbreitet, während in Städten eher westlich geprägte Frühstücke überwiegen.

Rumänien

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Rumänien

Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was unterscheidet Ciorbă von normaler Suppe (Supă)?

Ciorbă bezeichnet in Rumänien eine eigene, saure Suppenkategorie. Die Säure entsteht durch Zutaten wie fermentierte Kleie (Borș), Essig, Sauerkrautlake oder Zitrone, während Supă meist eine mildere, klare Brühe bezeichnet. Ciorbă de fasole, die Bohnensuppe, ist ein typisches Beispiel und wird oft zusätzlich mit geräuchertem Fleisch verfeinert.

Wie isst man Mămăligă klassisch?

Mămăligă, der feste Maisbrei, wird traditionell anstelle von Brot gereicht, oft zu Schafskäse, saurer Sahne oder geschmorten Fleischgerichten. In ländlichen Gegenden ist auch die einfache Kombination aus Mămăligă mit Käse und Sahne zum Frühstück verbreitet. Serviert wird sie meist warm, direkt aus dem Topf gestrichen.

Was sind Sarmale genau, und wann werden sie traditionell gegessen?

Sarmale sind mit Hackfleisch und Reis gefüllte Kohl- oder Weinblätter, die langsam geschmort werden. Sie gelten besonders zu Weihnachten und Silvester als traditionelles Festessen in nahezu jeder rumänischen Familie, werden aber auch außerhalb der Feiertage regelmäßig zubereitet. Serviert werden sie meist mit Mămăligă und saurer Sahne.

Was ist Țuică, und trinkt man sie zum Essen?

Țuică (oder Palincă) ist ein hausgebrannter Obstbrand, meist aus Pflaumen, der in vielen rumänischen Familien traditionell selbst hergestellt wird. Getrunken wird er häufig als Begrüßungsgetränk für Gäste oder als Aperitif vor dem Essen, seltener direkt zu den Mahlzeiten selbst.

Woher bekomme ich in Deutschland rumänischen Schafskäse für Mămăligă?

Rumänischer oder allgemein osteuropäischer Schafskäse (Brânză) ist in osteuropäischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, die in größeren Städten verbreitet sind. Als Ersatz eignet sich milder Feta oder ein anderer Salzlaken-Schafskäse, auch wenn Geschmack und Textur leicht abweichen können.