Russischer Tomatensalat
Ein sehr einfacher, aber in Russland und weiten Teilen Osteuropas fester Sommersalat aus in dünne Scheiben geschnittenen Tomaten, rohen roten Zwiebelringen und reichlich frischem Dill, angemacht mit Sonnenblumenöl.
Herkunft
Russische Küche kennt gefüllten Teig in vielen Formen: Pelmeni, Piroschki und Bliny, dazu der Russische Tomatensalat — mit Aussprache und Bezugsquellen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Bei Pelmeni geht die Herkunft vermutlich auf den Ural und Sibirien zurück, wo die gefüllten Teigtaschen ursprünglich in großen Mengen hergestellt und bei den kalten Wintertemperaturen im Freien eingefroren wurden, um sie über Monate haltbar zu machen. Bliny, die dünnen Pfannkuchen, sind traditionell mit der Maslenitsa verbunden, dem Fest vor der orthodoxen Fastenzeit, bei dem ihre runde, goldene Form symbolisch für die Sonne steht; serviert werden sie klassisch mit saurer Sahne, Kaviar oder süßer Füllung. Ein Merkmal, das die russische Küche von vielen westeuropäischen unterscheidet, ist die verbreitete Verwendung von saurer Sahne (Smetana) statt Mayonnaise als Basis für Dressings und Saucen, auch beim Russischen Tomatensalat. Dill gilt als das mit Abstand gebräuchlichste frische Kraut der russischen Küche und wird nahezu über jedes herzhafte Gericht gestreut. Schwarzes Roggenbrot begleitet traditionell praktisch jede Mahlzeit und wird häufig auch zu Suppen wie der Borschtsch gereicht, obwohl diese ursprünglich aus der Ukraine stammt.
Ein sehr einfacher, aber in Russland und weiten Teilen Osteuropas fester Sommersalat aus in dünne Scheiben geschnittenen Tomaten, rohen roten Zwiebelringen und reichlich frischem Dill, angemacht mit Sonnenblumenöl.
[ BLI ·ni ]
Dünne, mit Hefe gelockerte russische Pfannkuchen, klassisch mit saurer Sahne und je nach Anlass mit Kaviar, geräuchertem Lachs oder Konfitüre serviert.
[ pel· MJE ·ni ]
Kleine, in kochendem Wasser gegarte russische Teigtaschen mit einer würzigen Hackfleischfüllung, klassisch mit saurer Sahne serviert — traditionell im sibirischen Winter in großen Mengen hergestellt und eingefroren.
[ pi· ROSCH ·ki ]
Kleine, gebackene oder frittierte russische Hefeteig-Piroggen mit herzhafter Füllung, oft aus Hackfleisch, Zwiebeln und gehackten hartgekochten Eiern — ein vielseitiger, tragbarer Snack, dessen Füllungen von herzhaft bis süß reichen können.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Vom Grundprinzip ähnlich – gefüllter Teig, gekocht in Wasser oder Brühe –, unterscheiden sich Pelmeni aber in Teig, typischer Füllung (meist reines Hackfleisch) und Serviertradition. Sie gehen vermutlich auf den Ural und Sibirien zurück, wo sie ursprünglich in großen Mengen hergestellt und im Winter draußen eingefroren wurden.
Piroschki sind gefüllte Teigtaschen aus Hefe- oder Blätterteig, die gebacken oder frittiert werden und sowohl herzhaft als auch süß gefüllt sein können. Pelmeni dagegen bestehen aus ungehefeltem Nudelteig und werden ausschließlich gekocht. Piroschki sind damit eher mit gefüllten Broten vergleichbar, Pelmeni mit gekochten Teigtaschen.
Bliny sind besonders eng mit der Maslenitsa verbunden, dem Fest vor der orthodoxen Fastenzeit, bei dem ihre runde, goldene Form symbolisch für die Sonne steht. Serviert werden sie mit saurer Sahne, Kaviar oder süßer Füllung wie Marmelade, und auch außerhalb des Festes sind sie ein alltägliches Gericht.
Smetana, die saure Sahne, ist traditionell fester Bestandteil der russischen Küche und wird als Basis für Dressings, Suppen und Saucen verwendet, während Mayonnaise erst später und stärker im städtischen Kontext an Bedeutung gewann. Beim Russischen Tomatensalat sorgt Smetana für eine mildere, weniger schwere Note als Mayonnaise.
Nein, Borschtsch gilt ursprünglich als ukrainisches Gericht, wird aber seit langem auch in Russland und weiteren osteuropäischen Ländern gekocht und serviert, oft mit regionalen Abwandlungen bei Zutaten und Würzung. Die Zuordnung zu einem einzelnen Land wird deshalb teils kontrovers diskutiert.