Herkunft
Gerichte aus Türkei
Türkische Küche reicht von gefüllten Weinblättern als Dolma über den weltbekannten Döner Kebab bis zum süßen Baklava mit Nüssen und Sirup — mit Aussprache und Bezugsquellen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Dolma bezeichnet im Türkischen nicht ein einzelnes Gericht, sondern eine ganze Kategorie gefüllter Speisen, der Name bedeutet wörtlich gefüllt. Klassische Weinblatt-Dolma mit Reis und Kräutern werden meist kalt in Olivenöl als Vorspeise serviert, während mit Hackfleisch gefüllte Varianten von Paprika, Auberginen oder Zucchini eher warm als Hauptgericht gelten. Die türkische Küche selbst ist regional sehr unterschiedlich geprägt: Die Ägäisküste setzt stark auf Olivenöl, Gemüse und Fisch, während die südostanatolische Region rund um Gaziantep für besonders würzige, oft scharfe Fleischgerichte und aufwendige Baklava-Varianten bekannt ist. Baklava selbst geht vermutlich auf die Küche des Osmanischen Palasts zurück, wobei sich Türkei, Griechenland und mehrere Länder des Nahen Ostens bis heute um den genauen Ursprung des Gebäcks streiten. Auch beim Döner Kebab ist die Geschichte nicht ganz eindeutig: Die Technik, Fleisch am senkrechten Spieß zu grillen, gilt als traditionell osmanisch-türkisch, während die heute weltweit bekannte Variante im Brot mit Salat vor allem durch türkische Gastarbeiter in Deutschland populär gemacht wurde. Tee, meist in kleinen tulpenförmigen Gläsern serviert, gilt in der Türkei als Alltagsgetränk schlechthin und wird bei nahezu jeder Gelegenheit angeboten, deutlich häufiger als der ebenfalls bekannte türkische Kaffee.