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Georgien

Ajapsandali

[ A · jap · san · da · li ]

Ajapsandali ist ein würziger georgischer Gemüseeintopf aus Aubergine, Paprika, Tomaten und reichlich Knoblauch und Kräutern, der die Fülle des Spätsommers einfängt. Er lässt sich warm direkt nach dem Kochen genießen, schmeckt aber kalt oder lauwarm oft noch intensiver, da sich die Aromen beim Durchziehen weiter entfalten.

Steckbrief

Herkunft
Georgien
Exotik
Nie gehört
Aufwand
50 Min · einfach
Ergibt
4 Portionen
Wo kaufen
Khmeli-Suneli-Gewürzmischung im osteuropäischen oder Georgien-Feinkostladen — in DE/AT/CH in russisch-osteuropäischen Läden oder online erhältlich.
Nährwerte
≈ 180 kcal · 5 g Eiweiß · 9 g Fett · 21 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Ajapsandali, georgischer Eintopf aus Aubergine, Paprika, Tomaten und Kräutern
Georgien

Zubereitung

  1. Auberginenwürfel salzen und 20-30 Minuten in einem Sieb ziehen lassen, damit sie Bitterstoffe und überschüssige Flüssigkeit verlieren, danach trocken tupfen.

  2. Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig anschwitzen.

  3. Auberginen zugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie Farbe annehmen.

  4. Paprika und Knoblauch dazugeben und einige Minuten mitbraten.

  5. Tomaten, Chili und Khmeli Suneli einrühren, Hitze reduzieren und alles zugedeckt 20-25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, aber nicht matschig ist.

  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und frische Kräuter unterheben.

  7. Warm oder ausgekühlt servieren, da sich der Geschmack beim Durchziehen noch weiter entfaltet.

Hintergrund

Ein Gericht des georgischen Spätsommers

Ajapsandali gehört zu den klassischen georgischen Gemüsegerichten, die vor allem im Spätsommer zubereitet werden, wenn Auberginen, Paprika und Tomaten gleichzeitig reif und reichlich verfügbar sind. Typisch für die georgische Küche ist dabei der großzügige Einsatz frischer Kräuter wie Koriander und Petersilie sowie Gewürzmischungen wie Khmeli Suneli, die aus getrockneten Kräutern und Bockshornklee besteht. So entsteht ein Gericht, das würzig, frisch und angenehm rustikal schmeckt und in vielen georgischen Haushalten je nach Familie und Region leicht unterschiedlich gewürzt wird. Manchmal wird das Gericht auch mit größeren Gemüsestücken statt feinen Würfeln zubereitet, je nachdem, was Garten oder Markt gerade hergeben, denn ein festes Rezept kennt kaum eine Familie.

Warum die Auberginen vorher gesalzen werden

Auberginen werden vor dem Anbraten gesalzen, damit sie überschüssiges Wasser und einen Teil ihrer Bitterstoffe verlieren, wodurch sie beim Braten weniger Öl aufsaugen und eine festere Konsistenz behalten. Ajapsandali wird traditionell sowohl warm direkt nach dem Kochen als auch kalt oder lauwarm serviert, da sich die Aromen von Knoblauch, Kräutern und Gemüse beim Durchziehen über mehrere Stunden oder sogar über Nacht noch weiter verbinden. Wer es vorbereitet, kann es deshalb ruhig einen Tag im Voraus kochen, denn ähnlich wie bei vielen Schmorgerichten gewinnt es durch Ruhezeit eher an Tiefe als an Qualität zu verlieren.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Ajapsandali

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Ist Ajapsandali vegan?

Ja, das Gericht besteht ausschließlich aus Gemüse, Öl und Gewürzen und ist damit von Natur aus vegan.

Kann ich Ajapsandali vorbereiten?

Ja, sogar sehr gut, da sich die Aromen beim Durchziehen über Nacht im Kühlschrank noch weiter verbinden und das Gericht am nächsten Tag oft noch besser schmeckt.

Was ist Khmeli Suneli und kann ich es ersetzen?

Khmeli Suneli ist eine georgische Gewürzmischung aus getrockneten Kräutern und Bockshornklee. Fehlt sie, lässt sich eine Mischung aus getrocknetem Koriander, etwas Bockshornklee und Dill als Notlösung verwenden.

Warum werden die Auberginen gesalzen?

Das Salzen entzieht ihnen Wasser und mildert Bitterstoffe, wodurch sie beim Braten weniger Öl aufnehmen und eine festere Konsistenz bekommen.

Wird Ajapsandali warm oder kalt gegessen?

Beides ist üblich. In Georgien wird das Gericht sowohl frisch und warm als auch kalt oder lauwarm serviert, je nach Anlass und Familientradition.

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