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Herkunft

Gerichte aus Georgien

Georgische Küche ist bekannt für Käsebrot und Teigtaschen: Khachapuri, gefüllt mit geschmolzenem Käse, und Khinkali, die man traditionell am Zipfel isst. Wir erklären Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.

Khachapuri gibt es in Georgien nicht nur in einer Form: Die imeretische Variante ist rund und komplett mit Käse gefüllt, die adjarische Khachapuri (Adscharuli) dagegen bootförmig geformt und wird erst am Tisch mit einem rohen Ei und einem Stück Butter in der Mitte vollendet, das man vor dem Essen in den heißen Käse einrührt. In Megrelien wiederum landet der Käse nicht nur in der Füllung, sondern auch obenauf als knusprige Kruste. Khinkali, die Teigtaschen, isst man traditionell nur mit den Händen: Man hält sie am dicken Zipfel aus Teig, beißt eine kleine Öffnung in die Seite, saugt die würzige Brühe im Inneren heraus und isst erst dann den Rest — der Zipfel selbst bleibt meist auf dem Teller liegen und wird nicht mitgegessen. Die georgische Küche gilt zudem als eine der ältesten Weinkulturen der Welt: Wein wird seit Jahrtausenden in großen, in der Erde vergrabenen Tongefäßen namens Qvevri vergoren, eine Methode, die von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Bei einer traditionellen Festtafel, der Supra, führt ein Tamada als Toastmeister durch den Abend und gibt den Rhythmus der zahlreichen Trinksprüche vor.

Georgien

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Georgien

Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was ist der Unterschied zwischen Khachapuri und Khinkali?

Khachapuri ist ein käsegefülltes Hefebrot, das man in Stücken isst, während Khinkali gekochte Teigtaschen mit Fleisch- oder Pilzfüllung und würziger Brühe im Inneren sind, die man traditionell mit den Händen am Zipfel hält. Beide gehören zu den bekanntesten georgischen Gerichten, unterscheiden sich aber grundlegend in Zubereitung und Verzehr.

Wo bekomme ich Sulguni-Käse in Deutschland?

Sulguni, der salzige georgische Käse für Khachapuri, ist in gut sortierten türkischen, russischen oder osteuropäischen Supermärkten sowie online erhältlich; ersatzweise funktioniert eine Mischung aus Mozzarella und Feta, die Textur und Salzigkeit ähnlich gut trifft, auch wenn der typische Geschmack etwas milder ausfällt.

Warum isst man den Zipfel von Khinkali nicht mit?

Der dicke Teigknoten oben an der Khinkali dient nur zum Festhalten beim Essen, da die Teigtasche mit der heißen Brühe im Inneren sonst schwer zu greifen wäre. Traditionell zählt man sogar, wie viele Zipfel auf dem Teller liegen bleiben, um zu sehen, wie viele man gegessen hat.

Ist georgischer Wein wirklich so alt wie behauptet?

Georgien gilt als eine der ältesten Weinregionen der Welt; die traditionelle Vergärung in vergrabenen Tongefäßen namens Qvevri reicht Jahrtausende zurück und wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gewürdigt. Genaue Jahreszahlen zum allerersten Wein lassen sich naturgemäß nicht sicher belegen.

Was passiert bei einer georgischen Supra?

Die Supra ist eine traditionelle georgische Festtafel mit vielen Gängen, bei der ein Tamada als Toastmeister zahlreiche, oft sehr persönliche Trinksprüche ausruft. Zwischen den Sprüchen wird gegessen, getrunken und gesungen; eine Supra kann sich dadurch über mehrere Stunden hinziehen, wobei der Tisch meist so reichhaltig gedeckt ist, dass am Ende oft Essen übrig bleibt.