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Frankreich

Crêpes

[ KREP ]

In der Bretagne wird streng zwischen süßen Crêpes aus Weizenmehl und herzhaften "Galettes" aus Buchweizenmehl unterschieden — außerhalb Frankreichs wird der Begriff "Crêpe" oft für beide Varianten verwendet, was in der Bretagne selbst als ungenau gilt.

Steckbrief

Herkunft
Frankreich · Bretagne
Exotik
Kennt man
Aufwand
30 Min · einfach
Ergibt
4 Portionen (ca. 10 Crêpes)
Wo kaufen
Mehl, Eier, Milch — der Teig sollte mindestens 30 Minuten ruhen, damit sich das Gluten entspannt und die Crêpes zarter werden.
Nährwerte
≈ 540 kcal · 17 g Eiweiß · 21 g Fett · 69 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Französische Crêpes mit Schokolade und Banane
Frankreich · Bretagne

Zubereitung

  1. Mehl, Eier, Milch, Butter und Salz zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verquirlen.

  2. Mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

  3. Eine dünne Schicht Teig in eine heiße, leicht gebutterte Pfanne gießen, gleichmäßig verteilen.

  4. 1 bis 2 Minuten pro Seite backen, bis die Crêpe goldbraun ist.

  5. Mit gewünschter Füllung belegen, falten oder rollen.

Hintergrund

Warum der Teig ruhen muss

Die Ruhezeit lässt das im Mehl entwickelte Gluten entspannen und die Stärkekörner vollständig quellen — ohne diese Pause bleiben Crêpes zäher und reißen leichter beim Wenden, während gerasteter Teig deutlich zartere, geschmeidigere Crêpes ergibt.

Crêpe oder Galette — ein wichtiger Unterschied

In der Bretagne wird strikt zwischen süßen Crêpes aus Weizenmehl und herzhaften Galettes aus Buchweizenmehl unterschieden, die meist mit Käse, Schinken oder Ei gefüllt werden. Außerhalb Frankreichs verschwimmt diese Unterscheidung oft, obwohl beide Teigarten unterschiedliche Konsistenzen und Röstaromen haben.

Warum die Pfanne richtig heiß sein muss

Nur eine ausreichend heiße, leicht gebutterte Pfanne lässt den dünnflüssigen Teig sofort leicht anziehen, bevor er sich ungleichmäßig verteilt — bei zu niedriger Temperatur bleibt der Teig länger flüssig und die Crêpe wird dicker und zäher statt hauchdünn und leicht zu wenden.

Der Chandeleur-Tag

In Frankreich werden Crêpes traditionell besonders am 2. Februar, dem Fest „La Chandeleur“, gegessen — ihre runde, goldgelbe Form wird dabei symbolisch mit der Sonne und der Rückkehr des Lichts nach dem Winter in Verbindung gebracht. Vielerorts hält sich zudem der Brauch, die Crêpe beim Wenden mit einer Münze in der freien Hand hochzuwerfen, was Glück fürs restliche Jahr bringen soll.

Wie sich fertige Crêpes gut auf Vorrat machen lassen

Fertig gebackene Crêpes lassen sich, jeweils durch ein Stück Backpapier getrennt, zu einem Stapel geschichtet gut im Kühlschrank oder eingefroren aufbewahren, ohne dass sie zusammenkleben. Zum Aufwärmen reicht es meist, sie kurz in einer trockenen, mäßig heißen Pfanne von beiden Seiten zu erwärmen — diese Methode hält sie flexibel und lässt sie sich weiterhin ohne zu reißen einrollen oder falten, anders als beim Aufwärmen in der Mikrowelle, wo sie schneller austrocknen und brüchig werden können.

Auch der rohe Teig selbst lässt sich gut über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen, was der im Rezept genannten Mindestruhezeit von 30 Minuten noch einmal zusätzliche Zartheit hinzufügt, da sich Gluten und Stärke über die längere Zeit noch vollständiger entspannen können.

Das spezielle Werkzeug zum Verteilen des Teigs

In französischen Crêperien wird der dünnflüssige Teig oft nicht durch Schwenken der Pfanne verteilt, sondern mit einem kleinen, T-förmigen Holzrechen, dem sogenannten „Râteau“, kreisförmig gleichmäßig über die runde, heiße Platte gezogen. Dieses spezialisierte Werkzeug erlaubt eine gleichmäßigere, dünnere Schicht als reines Schwenken der Pfanne und wird vor allem bei der großen, flachen Crêpe-Platte verwendet, die für die Straßenstand-Zubereitung typisch ist.

Zum Wenden der fertigen Crêpe auf der heißen Platte wird zusätzlich meist eine sehr dünne, breite Holz- oder Metallspachtel verwendet, die unter die komplette Crêpe geschoben werden kann, ohne sie einzureißen — ein normaler schmaler Pfannenwender würde bei der großen, hauchdünnen Fläche kaum ausreichen. Beide Werkzeuge, Râteau und Wendespachtel, gehören in professionellen Crêperien zur festen Grundausstattung neben der eigentlichen Crêpe-Platte.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Crêpes

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Warum muss der Teig ruhen?

Die Ruhezeit lässt das Gluten entspannen und die Stärke vollständig quellen, was zartere, weniger reißanfällige Crêpes ergibt.

Was ist der Unterschied zu Galettes?

In der Bretagne werden süße Crêpes aus Weizenmehl streng von herzhaften Galettes aus Buchweizenmehl unterschieden — außerhalb Frankreichs wird dieser Unterschied oft nicht gemacht.

Warum wird der Teig so dünn wie möglich verteilt?

Die charakteristische Crêpe-Textur ist definitionsgemäß sehr dünn — ein dickerer Teig würde eher zu einem normalen Pfannkuchen als zu einer echten Crêpe werden.

Kann man den Teig im Voraus zubereiten?

Ja, er hält sich im Kühlschrank problemlos einen Tag und sollte vor Gebrauch nochmals gut durchgerührt werden.

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