Italien
Stufato di Manzo
[ stu· FA ·to di Man·zo ]
"Stufato" bezeichnet in der italienischen Küche allgemein ein langsam geschmortes Fleischgericht — regionale Varianten unterscheiden sich vor allem in der Würzung, wobei Rotwein und Tomaten als Basis in den meisten Regionen Italiens verbreitet sind.
Steckbrief
- Herkunft
- Italien
- Exotik
- Nie gehört
- Aufwand
- 150 Min · einfach
- Ergibt
- 4 Portionen
- Wo kaufen
- Rindergulaschfleisch, Rotwein, Dosentomaten — alles im normalen Supermarkt.
- Nährwerte
- ≈ 560 kcal · 46 g Eiweiß · 32 g Fett · 11 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Zubereitung
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Fleisch in Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten, herausnehmen.
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Gemüse im selben Topf weich dünsten.
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Mit Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen.
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Tomaten und Fleisch zugeben, mit Lorbeerblatt würzen.
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Zugedeckt bei kleiner Hitze 2 bis 2,5 Stunden köcheln, bis das Fleisch butterzart ist.
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Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Hintergrund
Warum langsames Schmoren bei diesem Fleischstück entscheidend ist
Gulaschfleisch stammt von durchzogenen, bindegewebsreichen Fleischstücken, die bei kurzer, scharfer Hitze zäh bleiben würden — erst die lange, sanfte Garzeit bei niedriger Hitze löst das Bindegewebe langsam auf und macht das Fleisch butterzart, während sich gleichzeitig die Aromen von Wein, Tomaten und Gemüse voll entfalten können.
Warum Schmorgerichte am nächsten Tag oft besser schmecken
Wie viele geschmorte Fleischgerichte gewinnt auch Stufato di Manzo durch Ruhezeit: Über Nacht im Kühlschrank verteilen sich die Aromen von Wein, Tomaten und Gemüse gleichmäßiger im Fleisch und in der Sauce, während sich zusätzlich austretendes Fett fest absetzt und sich leicht abschöpfen lässt. Am nächsten Tag nur sanft erwärmt, wirkt die Sauce dadurch runder und weniger fettig als direkt nach dem Kochen.
Warum das scharfe Anbraten am Anfang wichtig ist
Das kurze, scharfe Anbraten des Fleisches vor dem Schmoren erzeugt an der Oberfläche geröstete Aromen, die durch reines langsames Garen allein nicht entstehen würden. Diese Röststoffe lösen sich beim Ablöschen mit Rotwein von der Topfoberfläche und verstärken den Geschmack der Sauce.
Warum trockener statt lieblicher Rotwein verwendet wird
Ein trockener Rotwein bringt Säure und Tannine mit, die das Fett des Fleisches ausgleichen und der Sauce Struktur geben, ohne sie süß wirken zu lassen. Ein lieblicher Wein würde das Gleichgewicht mit den Tomaten in eine zu süße Richtung verschieben.
Womit Stufato di Manzo traditionell serviert wird
In Italien kommt Stufato di Manzo meist zusammen mit weicher Polenta oder breiten, flachen Bandnudeln auf den Tisch, die die reichhaltige Sauce mit ihrer porösen beziehungsweise rauen Oberfläche gut aufnehmen — außerhalb Italiens ist Kartoffelpüree eine ebenso verbreitete, praktische Alternative, die denselben Zweck erfüllt. Ein einfaches, knuspriges Weißbrot zum Auftunken der übrig gebliebenen Sauce ist in vielen italienischen Haushalten ebenso selbstverständlich wie eine der genannten Sättigungsbeilagen, besonders wenn am Ende des Essens nur noch wenig Sauce im Topf übrig bleibt und diese nicht einfach verworfen werden soll.
Welche anderen Fleischstücke sich eignen
Neben klassischem Gulaschfleisch aus der Rinderschulter eignen sich auch Rinderbrust oder Beinscheibe für dieses Gericht, da beide Stücke ähnlich viel Bindegewebe mitbringen, das sich beim langsamen Schmoren über mehrere Stunden in Gelatine umwandelt und der Sauce zusätzlich Sämigkeit verleiht. Mageres Fleisch wie Filet oder Hüfte ist für diese Zubereitung dagegen ungeeignet, da es bei derselben langen Garzeit trocken und faserig wird, statt zart zu werden — für Schmorgerichte gilt grundsätzlich, dass etwas Fett und Bindegewebe im Fleisch nötig sind, damit die Garmethode dem Ergebnis zugutekommt, statt es zu ruinieren.
Ein Glas desselben trockenen Rotweins, der schon beim Schmoren verwendet wurde, passt beim Servieren meist am besten zum Gericht, da sich die Aromen von Wein und Sauce bereits während des Kochens aneinander angeglichen haben. Manche italienische Familien reichen zusätzlich etwas geriebenen Parmesan zum Bestreuen der Sauce, was ihr eine zusätzliche salzige, umami-reiche Note verleiht, ohne den Geschmack des geschmorten Rindfleischs zu überdecken.
Nachgefragt
Häufige Fragen zu Stufato di Manzo
Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Warum muss das Fleisch so lange schmoren?
Gulaschfleisch stammt von bindegewebsreichen Stücken, die bei kurzer Hitze zäh bleiben — erst langsames Schmoren löst das Bindegewebe auf und macht das Fleisch butterzart.
Welcher Rotwein eignet sich am besten?
Ein trockener, kräftiger Rotwein wie Chianti oder ein ähnlicher italienischer Wein passt am besten, da er auch zum Trinken zum Gericht geeignet ist.
Kann man Stufato im Voraus zubereiten?
Ja, wie viele Schmorgerichte schmeckt es am Folgetag durch das Durchziehen sogar noch intensiver.
Was bedeutet "Stufato" genau?
Es bezeichnet in der italienischen Küche allgemein ein langsam geschmortes Fleischgericht, unabhängig von der genauen regionalen Würzung.