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Italien

Suppli al Telefono

[ su·PLI al te·le· FO ·no ]

Der Name "al telefono" bezieht sich wörtlich auf die langen Mozzarella-Fäden, die beim Auseinanderbrechen entstehen und optisch an ein altes Telefonkabel erinnern. Suppli sind ein römisches Streetfood-Gericht, oft mit übrig gebliebenem Reisotto zubereitet.

Steckbrief

Herkunft
Italien · Rom
Exotik
Nie gehört
Aufwand
90 Min · mittel
Ergibt
8 Stück
Wo kaufen
Mozzarella (nicht Büffelmozzarella, der ist zu feucht) und Risottoreis — fester, gereifterer Mozzarella hält die Form besser und zieht dennoch Fäden.
Nährwerte
≈ 440 kcal · 13 g Eiweiß · 24 g Fett · 43 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Suppli al Telefono, aufgebrochen mit Mozzarella-Käsefaden
Italien · Rom

Zubereitung

  1. Zwiebel glasig braten, Reis zugeben, mit Tomatensauce und Brühe wie ein Risotto unter Rühren garen, bis er cremig und komplett gar ist.

  2. Parmesan unterrühren, auf einem Blech ausgebreitet vollständig auskühlen lassen (am besten über Nacht).

  3. Aus dem kalten Reis Portionen formen, jeweils einen Mozzarella-Stift in die Mitte drücken und den Reis darum verschließen, zu einer ovalen Form.

  4. Die Bällchen nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Paniermehl wenden.

  5. Im heißen Öl (170 °C) 4 bis 5 Minuten frittieren, bis sie goldbraun sind.

  6. Kurz abtropfen lassen, warm servieren — der Käsefaden funktioniert nur, solange sie noch heiß sind.

Hintergrund

Warum der Reis erst auskühlen muss

Warmer Risottoreis ist zu weich und klebrig, um ihn formen zu können — er muss vollständig auskühlen, damit die Stärke fest wird und sich Bällchen formen lassen, die beim Panieren und Frittieren ihre Form behalten. Deshalb wird der Reis am besten am Vortag zubereitet und über Nacht gekühlt.

Suppli und Arancini sind nicht dasselbe

Suppli stammen aus Rom, während die bekannteren Arancini aus Sizilien kommen — äußerlich lassen sie sich vor allem an der Form unterscheiden, oval bei Suppli, meist rund oder kegelförmig bei Arancini. Ursprünglich war Suppli eine Möglichkeit, übrig gebliebenen Risottoreis vom Vortag sinnvoll weiterzuverwenden, weshalb sich das Gericht zu einem festen Bestandteil der römischen Straßenküche entwickelt hat, lange bevor es in Restaurants als eigenständiges Antipasto auftauchte.

Warum nicht jede Mozzarella-Sorte geeignet ist

Sehr feuchte Büffelmozzarella gibt beim Frittieren zu viel Flüssigkeit ab, die die Panade von innen aufweichen und die Bällchen im heißen Öl aufplatzen lassen kann — trockenere Sorten wie Fior di Latte oder fester Mozzarella eignen sich deshalb zuverlässiger für die Füllung. Wichtig ist außerdem, den Käse vollständig mit Reis zu umschließen, ohne dass er an die Oberfläche der Kugel reicht, sonst tritt er beim Frittieren direkt ins Öl aus.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Suppli al Telefono

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was ist der Unterschied zu Arancini?

Arancini sind die sizilianische Variante mit ähnlichem Prinzip, meist rund statt oval geformt und oft mit einer Ragù-Füllung statt nur Mozzarella. Suppli sind spezifisch römisch und traditionell schlichter in der Füllung.

Warum muss der Käsefaden beim Aufbrechen entstehen?

Das ist namensgebend und ein Qualitätsmerkmal — er entsteht nur, wenn der Mozzarella beim Frittieren komplett geschmolzen, aber noch heiß genug ist, um beim Auseinanderziehen lange Fäden zu bilden. Abgekühlte Suppli zeigen diesen Effekt kaum noch.

Kann man Suppli vorbereiten und später frittieren?

Ja, geformte und panierte, aber noch nicht frittierte Suppli lassen sich mehrere Stunden im Kühlschrank aufbewahren oder sogar einfrieren und direkt gefroren frittieren, dann mit etwas verlängerter Garzeit.

Warum wird der Reis wie ein Risotto zubereitet?

Die Risotto-Technik macht den Reis stärkehaltig-cremig, was ihn nach dem Auskühlen formbar und bindefähig macht — mit normal gekochtem Reis würden die Bällchen beim Panieren und Frittieren auseinanderfallen.

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