Locro
[ lo · kro ]
Deftiger südamerikanischer Eintopf aus Mais, Bohnen, Kürbis und mehreren Fleischsorten.
Herkunft
Argentiniens Küche ist geprägt von Rind und deftigen Eintöpfen: Locro vereint Mais, Bohnen und mehrere Fleischsorten zu einer dicken, feierlichen Mahlzeit — mit Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.
Rind spielt eine so zentrale Rolle, dass das gemeinsame Asado am Wochenende in vielen Familien Tradition ist. Die Einwanderung aus Italien im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert prägte die Küche zusätzlich stark, erkennbar etwa an unzähligen Pasta- und Pizza-Varianten neben den klassisch argentinischen Gerichten.
Empanadas gehören zu den vielseitigsten Gerichten Argentiniens und unterscheiden sich stark von Provinz zu Provinz: In Salta werden sie oft mit Kartoffeln, Ei und reichlich Kreuzkümmel gefüllt, in Mendoza kommen häufig Oliven hinzu, während man sie in Tucumán traditionell handgekniffen statt mit der Gabel verschlossen erkennt. Dulce de Leche, die karamellisierte Milch-Zucker-Creme, gilt vielen Argentiniern als eine Art nationale Obsession und findet sich in Gebäck wie Alfajores oder Facturas ebenso wie einfach löffelweise zum Frühstück.
Mate, der bittere Aufguss aus den Blättern der Yerba-Pflanze, wird traditionell aus einem gemeinsamen Gefäß mit einem Trinkrohr (Bombilla) im Kreis herumgereicht – ein soziales Ritual, das in seiner Bedeutung weit über das reine Getränk hinausgeht und ursprünglich von der indigenen Bevölkerung der Region übernommen wurde. Chimichurri, die grüne Sauce aus Petersilie, Knoblauch, Essig und Öl, begleitet praktisch jedes Asado und wird in beinahe jedem Haushalt nach einem eigenen Familienrezept angesetzt.
Milanesa, das mit Semmelbröseln panierte und gebratene Schnitzel, geht auf die italienische Einwanderung zurück, hat sich aber inzwischen mit Varianten wie der Milanesa a la Napolitana – überbacken mit Schinken, Tomatensauce und Käse – zu einem eigenständig argentinischen Gericht entwickelt. Provoleta, eine dicke Scheibe gegrillter Provolone-Käse mit Oregano, dient häufig als Vorspeise zum Asado. Locro wird traditionell besonders an den argentinischen Nationalfeiertagen im Mai und Juli in großen Töpfen zubereitet und dann unter Nachbarn und Familie geteilt. Zur würzigen Küche des Landes passt traditionell ein Glas Malbec aus der Weinregion Mendoza, die für ihre Höhenlage in den Anden bekannt ist.
[ lo · kro ]
Deftiger südamerikanischer Eintopf aus Mais, Bohnen, Kürbis und mehreren Fleischsorten.
Für diese Auswahl ist noch kein Gericht online.
Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Argentinien ist geografisch riesig, und jede Provinz hat über Generationen eigene lokale Vorlieben und verfügbare Zutaten in die Empanada-Füllung einfließen lassen. In Salta etwa dominieren Kartoffeln, Ei und Kreuzkümmel, in Mendoza kommen häufig Oliven hinzu, und in Tucumán erkennt man die Empanadas oft schon am handgekniffenen statt gegabelten Rand.
Chimichurri ist eine grüne Sauce aus fein gehackter Petersilie, Knoblauch, Essig, Öl und Gewürzen wie Oregano, die praktisch immer zum Asado gereicht wird. Scharf ist sie in der klassischen Version kaum, der Charakter ist eher kräuterfrisch und säuerlich, auch wenn manche Familienrezepte etwas Chiliflocken hinzufügen.
Das gemeinsame Trinken aus einem Gefäß mit einem einzigen Trinkrohr (Bombilla), das im Kreis herumgereicht wird, ist ein soziales Ritual, das ursprünglich von der indigenen Bevölkerung der Region übernommen wurde. Es geht dabei weniger um das Getränk selbst als um die gemeinsame Zeit und das Teilen als Zeichen von Verbindung.
Die Grundtechnik – dünn geklopftes, paniertes und gebratenes Fleisch – geht tatsächlich auf die italienische und mitteleuropäische Einwanderung zurück und ähnelt dem Wiener Schnitzel stark. Argentinien hat daraus jedoch eigene Varianten entwickelt, etwa die Milanesa a la Napolitana, die zusätzlich mit Schinken, Tomatensauce und Käse überbacken wird.
Locro wird besonders an den argentinischen Nationalfeiertagen im Mai und Juli in großen Mengen zubereitet, oft in einem einzigen großen Topf für die ganze Nachbarschaft oder Familie. Der deftige Eintopf aus Mais, Bohnen und mehreren Fleischsorten gilt wegen seines Aufwands als eher festliches als alltägliches Gericht.