Badam Pasanda
[ ba · daam · pa · ßan · da ]
Milde Mughlai-Curry aus flach geklopftem Lamm in einer Sauce aus Mandeln und Cashews.
Herkunft
Indische Küche ist von Region zu Region völlig unterschiedlich: von cremigem Paneer Jalfrezi bis zu erfrischendem Kheera Raita als Beilage zu scharfen Currys. Wir erklären Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.
Der Unterschied zwischen Nord- und Südindien zeigt sich schon am Grundnahrungsmittel: Im Norden dominiert Weizen in Form von Fladenbroten wie Naan und Roti, im Süden ist Reis die Basis, oft begleitet von Sambar und Kokosnuss-Chutneys. Die nordindische Küche wurde stark von der Mogulzeit geprägt, aus der reichhaltige, sahnige Gerichte wie Korma und viele Biryani-Varianten stammen, während Currys mit Kokosmilch und Curryblättern eher für den Süden typisch sind. Auch Chili, heute kaum aus der indischen Küche wegzudenken, ist gar keine ursprünglich indische Zutat: Portugiesische Händler brachten die Schote erst ab dem 16. Jahrhundert aus Amerika mit, ebenso wie Kartoffel und Tomate. Ein Thali, eine runde Platte mit mehreren kleinen Schälchen für Currys, Dal, Reis, Brot und Chutney, ist die klassische Art, eine ausgewogene Mahlzeit mit unterschiedlichen Aromen und Texturen gleichzeitig zu servieren. Vegetarische Küche hat in weiten Teilen Indiens, besonders in Gujarat und bei vielen Hindu- und Jain-Gemeinschaften, eine lange Tradition, weshalb Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen in Form von Dal so zentral sind. Welche Gewürzmischung für Garam Masala verwendet wird, unterscheidet sich zudem von Familie zu Familie und von Region zu Region erheblich.
[ ba · daam · pa · ßan · da ]
Milde Mughlai-Curry aus flach geklopftem Lamm in einer Sauce aus Mandeln und Cashews.
[ pa·NIR schal ·FRE·si ]
Paneer-Würfel mit Paprika und Zwiebeln in einer würzigen Tomatensauce — die vegetarische Variante des Chicken Jalfrezi.
[ A·lu RAI ·ta ]
Indische Joghurt-Beilage mit gekochten Kartoffelwürfeln, Kreuzkümmel und Koriander — kühlt scharfe Currys ab.
[ KI ·ra Rai·ta ]
Kühlender indischer Joghurt-Dip mit geriebener Gurke, gerösteten Kreuzkümmelsamen und frischer Minze — der klassische Gegenspieler zu scharfen Currys.
[ KA ·di Pa·ko·ra ]
Ein nordindisches Curry aus angedicktem, gesäuertem Joghurt mit gebratenen Kichererbsenmehl-Fritters (Pakora), gewürzt mit Kurkuma, Senfkörnern und Curryblättern.
[ HA ·ra Sa·laad ]
Ein knackiger indischer Krautsalat aus fein geschnittenem Weißkohl, angemacht mit einem "getemperten" Öl aus Senfkörnern und Curryblättern statt eines klassischen Öl-Essig-Dressings.
Zartes, in Joghurt und Gewürzen mariniertes Hähnchen, in einer reichhaltigen, buttrigen Tomaten-Sahne-Sauce serviert — eines der international bekanntesten indischen Currys, entstanden in Delhi in den 1950er Jahren.
[ NAN ]
Ein weiches, leicht luftiges indisches Fladenbrot aus einem mit Joghurt angereicherten Hefeteig, traditionell an der heißen Innenwand eines Tandoor-Lehmofens gebacken, wo es charakteristische dunkle Blasenstellen bekommt.
[ sa· MO ·sa ]
Dreieckige, knusprig frittierte Teigtaschen mit einer würzigen Kartoffel-Erbsen-Füllung, gewürzt mit Kreuzkümmel und Koriander — einer der bekanntesten indischen Snacks, mit historischen Wurzeln, die über den persischen und zentralasiatischen Raum zurückverfolgt werden können.
[ bir· JA ·ni ]
Ein geschichtetes, safranduftendes Reisgericht mit würzig mariniertem Hähnchen, bei dem separat vorgegarter Reis und Fleisch übereinander geschichtet und gemeinsam im geschlossenen Topf fertig gegart werden ("Dum"-Methode) — eines der aufwendigsten und angesehensten Gerichte der indischen Küche.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
"Curry" ist eigentlich ein Sammelbegriff der Kolonialzeit für sehr unterschiedliche Gewürzsaucen; es gibt kein einheitliches indisches Curry-Rezept. Jede Region und oft jede Familie mischt die eigene Gewürzkombination, weshalb sich etwa ein cremiges nordindisches Korma und ein scharfes südindisches Curry kaum ähneln.
Jalfrezi bezeichnet eine scharf angebratene Zubereitungsart mit Zwiebeln, Chili und Paprika, ursprünglich als Art, übriggebliebenes Fleisch schnell und würzig weiterzuverarbeiten. Paneer Jalfrezi ersetzt das Fleisch durch den milden indischen Frischkäse Paneer, der beim Anbraten seine Form behält, statt wie manche Käsesorten sofort zu schmelzen.
Paneer gibt es mittlerweile oft in gut sortierten Supermärkten in der Kühlabteilung, sicherer findet man ihn aber in asiatischen beziehungsweise indischen Lebensmittelgeschäften. Alternativ lässt sich Paneer relativ einfach selbst herstellen, indem man Milch mit Zitronensaft oder Essig gerinnen lässt und die Molke abtrennt.
Nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis. Die Schärfe variiert stark je nach Region und Gericht: Kheera Raita etwa, ein Joghurt-Gurken-Dip, ist bewusst kühlend und mild und dient oft dazu, die Schärfe anderer Currys auf dem Teller auszugleichen, statt selbst für Schärfe zu sorgen.
Nein, aber vegetarisches Essen hat in weiten Teilen Indiens eine sehr lange Tradition, besonders in Gujarat und bei vielen religiösen Gemeinschaften. In anderen Regionen, etwa im Punjab oder in Kaschmir, spielt dagegen auch Fleisch eine wichtige Rolle in der Alltagsküche.