Hähnchen Chashu
[ tschaa · schuu ]
Gerollte, in Sojasauce und Mirin geschmorte Hähnchenkeule — die leichte Variante des Ramen-Chashu.
Herkunft
Japanische Küche reicht weit über Sushi hinaus: knuspriges Chicken Karaage, der herzhafte Pfannkuchen Okonomiyaki und süßes Mochi. Wir erklären Aussprache und wo die Zutaten in DE, AT und CH zu finden sind.
Die japanische Alltagsküche, Washoku genannt, wurde 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt – gewürdigt wurde dabei nicht ein einzelnes Gericht, sondern das Prinzip ausgewogener, saisonaler Mahlzeiten mit Reis, Suppe und mehreren kleinen Beilagen. Dashi, ein Sud aus Kombu-Alge und getrocknetem Bonito, bildet die Geschmacksgrundlage für unzählige Gerichte, von Miso-Suppe bis zu Nudelbrühen. Auch bei den Gerichten dieser Seite zeigt sich die regionale Vielfalt Japans: Okonomiyaki wird in Osaka als vermischter Teig gebraten, während die Variante aus Hiroshima die Zutaten in Schichten aufbaut und stets mit Yakisoba-Nudeln kombiniert wird. Karaage, das knusprig frittierte Hähnchen, hat eine besonders bekannte Ausprägung in der Stadt Nakatsu auf Kyushu, die sich selbst als Geburtsort des Gerichts vermarktet. Mochi wiederum wird traditionell rund um Neujahr in einer gemeinschaftlichen Zeremonie namens Mochitsuki aus gedämpftem Klebreis gestampft.
[ tschaa · schuu ]
Gerollte, in Sojasauce und Mirin geschmorte Hähnchenkeule — die leichte Variante des Ramen-Chashu.
[ ßem · beeh ]
Dünne, knusprige Cracker aus gestoßenem Reis, mit Sojasauce glasiert und im Ofen gebacken.
[ ka·ra· A ·ge ]
Japans populärste Art, Hähnchen zu frittieren: in Sojasauce, Sake und Ingwer marinierte Stücke, dünn in Stärke gewendet und knusprig frittiert.
[ MI ·so-Ka·bel·jau ]
In einer süß-salzigen weißen Miso-Marinade eingelegter und dann gegrillter oder gebackener Fisch, dessen Oberfläche beim Garen tief karamellisiert und lackartig glänzt.
[ MO ·tschi ]
Weiche, extrem zähelastische japanische Reiskuchen aus gestampftem oder gekochtem Klebreis, mit Reisstärke bestäubt, damit sie nicht aneinanderkleben.
[ o·ko·no·mi· JA ·ki ]
Ein herzhafter japanischer Pfannkuchen aus fein geschnittenem Kohl und einem Mehlteig, mit süß-salziger Okonomiyaki-Sauce, Mayonnaise und tanzenden Bonitoflocken bestrichen — der Name bedeutet wörtlich "wie du magst gebraten".
[ RA ·men ]
Weizennudeln in einer stundenlang geköchelten, reichhaltigen Brühe aus Schweineknochen, verfeinert mit Miso oder Sojasauce, garniert mit Chashu-Schweinefleisch, weich gekochtem Ei und Frühlingszwiebel.
[ MA ·ki Su·schi ]
In Nori-Algenblätter gerollter, mit Reisessig gewürzter Sushireis mit Fisch- oder Gemüsefüllung, in mundgerechte Scheiben geschnitten — eine der bekanntesten und formal anspruchsvollsten Zubereitungsarten der japanischen Küche.
[ o·ni· GI ·ri ]
Zu Dreiecken oder Kugeln geformte, mit Salz gewürzte Reisbällchen mit einem Streifen Nori, oft mit einer kleinen Füllung im Zentrum — Japans einfachster und beliebtester tragbarer Snack, vergleichbar mit einem belegten Sandwich.
Für diese Auswahl ist noch kein Gericht online.
Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Der Vergleich hinkt: Okonomiyaki ist ein herzhafter Pfannkuchen aus Kohl, Teig und meist Fleisch oder Meeresfrüchten, der mit einer süßlichen Worcester-ähnlichen Sauce, Mayonnaise und Katsuobushi-Flocken belegt wird. Die Textur ist deutlich weicher und dichter als bei einer Pizza, und die Zutaten werden meist vermischt statt aufgelegt.
Karaage wird vor dem Frittieren in Sojasauce, Ingwer und Knoblauch mariniert und danach nur leicht in Speisestärke oder Mehl gewendet, statt in einer dicken Panade. Dadurch bleibt die Kruste dünner und knuspriger, während das Fleisch selbst schon durch die Marinade würzig ist.
Die klebrige, dehnbare Textur macht das Klebreisgebäck vor allem für Kinder und ältere Menschen zu einer bekannten Erstickungsgefahr, wenn es nicht in kleine Stücke geschnitten und langsam gekaut wird. In Japan wird deshalb rund um Neujahr, wenn traditionell besonders viel Mochi gegessen wird, öffentlich vor dem Risiko gewarnt.
Beide gehen auf denselben chinesischen Ursprung zurück, haben sich aber unterschiedlich entwickelt: Char Siu wird meist mit einer süßen, rot glasierten Marinade gegrillt, während japanisches Chashu üblicherweise in Sojasauce-Brühe langsam geschmort und in Scheiben auf Ramen gelegt wird.
Asiatische Supermärkte mit japanischem Sortiment führen beides meist getrocknet oder als fertige Dashi-Granulate, ebenso zahlreiche Online-Shops, die auf japanische Lebensmittel spezialisiert sind. Frisches Katsuobushi in Hauchdünn-Flocken ist seltener, die abgepackten Fertigflocken sind aber ein guter Alltagsersatz.