Herkunft
Gerichte aus Österreich
Österreichische Klassiker wie Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn und Sachertorte gehören zu den bekanntesten Gerichten — mit Aussprache und Hinweisen, wo die Zutaten in DE, AT und CH zu bekommen sind.
Ein echtes Wiener Schnitzel wird ausschließlich aus Kalbfleisch zubereitet – die Variante aus Schweinefleisch heißt korrekt ‚Schnitzel Wiener Art‘ und ist nach österreichischem Verständnis ein eigenständiges, wenn auch verwandtes Gericht. Kaiserschmarrn soll der Legende nach in der Hofküche für Kaiser Franz Joseph entstanden sein; der Name ‚Schmarrn‘ bedeutet umgangssprachlich so viel wie ‚Unsinn‘ oder ‚Kleinigkeit‘, was zur schnörkellosen Herkunftsgeschichte passt, auch wenn diese nicht sicher belegt ist. Die Sachertorte wird seit dem 19. Jahrhundert im Wiener Hotel Sacher hergestellt und ist Gegenstand eines langjährigen, teils vor Gericht ausgetragenen Streits mit der Konditorei Demel darüber, welche Version sich ‚Original Sachertorte‘ nennen darf. Die Wiener Kaffeehauskultur wurde 2011 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt, weil das Kaffeehaus traditionell nicht nur als Ort zum Essen und Trinken dient, sondern auch als sozialer Treffpunkt und Lesesaal. Über Wien hinaus zeigt sich Österreichs kulinarische Vielfalt regional: Kärnten ist etwa für die gefüllten Kasnudeln bekannt, Tirol für deftige Speckknödel.