Koreanische Pizza
Moderne südkoreanische Pizza-Variante mit süß-herzhaftem Bulgogi-Rind, Mais und viel Käse — in Südkorea eine eigene, etablierte Pizza-Kultur, nicht nur eine Kuriosität.
Herkunft
Koreanische Küche ist längst über Bibimbap und Kimchi hinausgewachsen: Bulgogi, Gamja Jorim und sogar Koreanische Pizza zeigen ihre Bandbreite — mit Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.
In der koreanischen Küche gehört zu jeder Mahlzeit eine ganze Reihe kleiner Beilagen, genannt Banchan, die in der Mitte des Tisches stehen und gemeinsam gegessen werden, Kimchi ist dabei nur die bekannteste von oft einem Dutzend verschiedener Sorten. Kimchi selbst existiert in unzähligen regionalen und saisonalen Varianten, von milden bis extrem scharfen Fermentationen, und wird traditionell im Herbst in großen Mengen für den Winter eingelegt, eine Praxis, die als Kimjang bekannt ist. Gochujang, eine fermentierte, süß-scharfe Chilipaste, bildet die Geschmacksgrundlage vieler Gerichte und unterscheidet sich in Fermentationsgrad und Schärfe je nach Hersteller und Region deutlich. Koreanische Pizza ist dagegen kein traditionelles Gericht, sondern eine moderne Fusion-Kreation, die sich an den lokalen Geschmack angepasst hat, oft mit Belägen wie Süßkartoffelcreme, Mais oder Kartoffelwürfeln, die auf westlichen Pizzen unüblich wären. Auch beim koreanischen Grillen, Gogigui, liegt der Fokus auf dem gemeinsamen Erlebnis: Das Fleisch wird direkt am Tisch gegrillt und in Salatblätter mit Beilagen gewickelt gegessen.
Moderne südkoreanische Pizza-Variante mit süß-herzhaftem Bulgogi-Rind, Mais und viel Käse — in Südkorea eine eigene, etablierte Pizza-Kultur, nicht nur eine Kuriosität.
[ GAM ·dscha Dscho·rim ]
Kleine Kartoffelwürfel, in einer glänzenden Soja-Zucker-Glasur geschmort — eine der beliebtesten koreanischen "Banchan" (kleine Beilagenschälchen), die zu praktisch jeder Mahlzeit serviert werden.
[ BI ·bim·bap ]
Warmer Reis, bedeckt mit mehreren separat zubereiteten, farblich unterschiedlichen Gemüsesorten, einem Spiegelei und Rindfleisch, serviert mit scharfer Gochujang-Paste — traditionell vor dem Essen gründlich durchmischt.
[ KIM ·tschi ]
Fermentierter, mit Chili, Knoblauch, Ingwer und Fischsauce gewürzter Chinakohl — Koreas bekanntestes Gericht, das bei praktisch jeder koreanischen Mahlzeit als Beilage serviert wird und dessen Zubereitungstradition von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.
[ BUL ·go·gi ]
Hauchdünn geschnittenes Rindfleisch, in einer süß-salzigen Sojasauce-Birnen-Marinade eingelegt und kurz und heiß gegrillt oder gebraten — eines der bekanntesten und beliebtesten koreanischen Grillgerichte, oft in Salatblätter gewickelt gegessen.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Nein, koreanische Pizza ist eine moderne Fusion-Erfindung und kein historisches Gericht. Sie hat sich in Korea mit lokal angepassten Belägen wie Süßkartoffel, Mais oder Kartoffelwürfeln zu einer eigenständigen Variante entwickelt, die sich deutlich von italienischer oder amerikanischer Pizza unterscheidet, aber inzwischen als eigener Streetfood-Trend gilt.
Kimchi wird traditionell aus dem jeweils verfügbaren Gemüse der Saison und Region hergestellt, weshalb sich über Jahrhunderte hunderte lokale Varianten entwickelt haben, von Chinakohl über Radieschen bis zu Gurken. Auch Schärfegrad und Fermentationsdauer unterscheiden sich stark je nach Familientradition und Region.
Banchan sind die kleinen Beilagenschälchen, die bei einer koreanischen Mahlzeit zusätzlich zum Hauptgericht und Reis serviert werden. Sie werden nicht einzeln bestellt, sondern gehören automatisch zur Mahlzeit und stehen allen Gästen am Tisch zum gemeinsamen Nehmen zur Verfügung, oft inklusive kostenloser Nachfüllung im Restaurant.
Gochujang ist mittlerweile in gut sortierten Supermärkten und praktisch jedem asiatischen Lebensmittelladen als Paste im Glas oder Beutel erhältlich. Beim Kauf lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, da preiswertere Varianten teils mit zusätzlichem Zucker oder Aromen gestreckt werden, was den Geschmack verändert.
Beim Gogigui wird das Fleisch direkt am eingebauten Grill in der Tischmitte gegart, meist von den Gästen selbst gewendet. Fertig gegrillte Stücke werden anschließend in ein Salatblatt mit Beilagen wie Knoblauch, Gochujang oder Kimchi gewickelt und in einem Bissen gegessen.