Reina Pepiada
[ rei · na · pe · pia · da ]
Venezolanische Arepa-Füllung aus zerrissenem Hähnchen, Avocado und Mayonnaise.
Herkunft
Venezolanische Küche kombiniert Mais, Fleisch und Bohnen: Reina Pepiada als gefüllte Arepa, Pabellón Criollo und Golfeados als süßes Gebäck — mit Aussprache und Bezugsquellen für DE, AT und CH.
Die Arepa, ein Fladen aus Maismehl, geht auf die indigene Bevölkerung Venezuelas zurück und wurde bereits lange vor der spanischen Kolonisierung zubereitet. Pabellón Criollo, eine Kombination aus geschmortem Rindfleisch, Reis, schwarzen Bohnen und gebratener Kochbanane, gilt inoffiziell als Nationalgericht des Landes.
Golfeados, die klebrig-süßen Schnecken aus Blätterteig, Panela (unraffiniertem Rohrzucker) und Käse, sind ein beliebtes Gebäck vor allem in der Andenregion rund um Mérida und werden meist noch warm serviert. Reina Pepiada, die gefüllte Arepa mit Hühnchen, Avocado und Mayonnaise, wurde nach der venezolanischen Miss-World-Gewinnerin Susana Duijm benannt – „pepiada“ ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine kurvige, attraktive Frau. Cachapa, ein dicker Pfannkuchen aus frischem Süßmais, wird meist mit dem venezolanischen Frischkäse Queso de Mano gefüllt und ist besonders auf dem Land verbreitet.
Wie in vielen Ländern der Region variiert die venezolanische Küche stark je nach Landesteil: An der Karibikküste dominieren Fisch und Meeresfrüchte, während in den Anden deftigere, an die Kälte angepasste Gerichte vorherrschen. Casabe, ein Fladen aus der Bitteren Maniok-Wurzel, die vor der Verarbeitung aufwendig entgiftet werden muss, geht auf die indigene Bevölkerung zurück und wird bis heute in ländlichen Gebieten hergestellt. Tequeños, in Teig gewickelte und frittierte Käsestangen, gehören inzwischen zu den bekanntesten venezolanischen Exporten und sind auf praktisch jeder Feier zu finden.
[ rei · na · pe · pia · da ]
Venezolanische Arepa-Füllung aus zerrissenem Hähnchen, Avocado und Mayonnaise.
[ gol·fe· A ·dos ]
Spiralförmige venezolanische Hefeschnecken, mit Anis und Panela-Sirup übergossen und mit geriebenem, leicht salzigem Käse bestreut — eine ungewöhnliche, aber beliebte Süß-Salzig-Kombination.
[ pa·be· JON Krjo·jo ]
Venezuelas Nationalgericht: ein Teller mit vier gleichwertigen Komponenten — zerzupftes geschmortes Rindfleisch, schwarze Bohnen, weißer Reis und gebratene süße Kochbananen, oft mit einem Spiegelei ergänzt.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Die gefüllte Arepa wurde nach Susana Duijm benannt, die 1955 als erste Venezolanerin den Titel Miss World gewann. "Pepiada" ist ein umgangssprachlicher venezolanischer Ausdruck für eine kurvige, attraktive Frau – eine Anspielung auf die als besonders schön geltende Preisträgerin, deren Bezeichnung sich später auf die Hühnchen-Avocado-Füllung übertrug.
Panela ist unraffinierter, aus eingedicktem Zuckerrohrsaft gepresster Rohrzucker in Blockform, der einen intensiveren, leicht malzig-karamelligen Geschmack als weißer Zucker hat. Ersatzweise funktioniert brauner Zucker oder Muscovado-Zucker ganz gut, verändert aber die Farbe und Aromatiefe des Gerichts, insbesondere bei Golfeados.
Cachapa wird aus frischem, süßem Mais direkt vom Kolben zubereitet, während Arepas aus getrocknetem, vorgekochtem Maismehl (Masarepa) hergestellt werden. Cachapa ist dadurch weicher, süßer und dünner als eine Arepa und wird typischerweise gefaltet mit Käse serviert statt aufgeschnitten und befüllt.
Nur die rohe Bittermaniok-Wurzel enthält cyanogene Verbindungen, die vor dem Verzehr aufwendig durch Reiben, Auspressen und anschließendes Trocknen oder Erhitzen entfernt werden müssen. Das fertige Casabe-Fladenbrot ist nach diesem traditionellen Verarbeitungsprozess vollkommen unbedenklich – gefährlich wäre lediglich der Verzehr der unverarbeiteten Wurzel.
Original Queso de Mano ist in Deutschland kaum zu finden, lässt sich aber gut durch milden Mozzarella oder einen frischen, wenig gesalzenen Ziegenfrischkäse ersetzen. Lateinamerikanische Lebensmittelgeschäfte führen inzwischen teilweise ähnliche südamerikanische Frischkäsesorten wie Queso Fresco, die sich ebenfalls als Alternative eignen.