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Italien

Kalbs-Scaloppine mit Zitronenrahmsauce

[ ska·lop· PI ·ne ]

Scaloppine (dünn geklopfte Fleischschnitzel, meist Kalb) sind ein Grundprinzip der italienischen Küche, das in den USA durch italienische Einwanderer populär wurde und dort oft mit sahnigeren Saucen serviert wird als in Italien selbst üblich.

Steckbrief

Herkunft
Italien · Italien-USA · italoamerikanische Küche
Exotik
Schon mal gehört
Aufwand
25 Min · einfach
Ergibt
4 Portionen
Wo kaufen
Dünn geschnittenes Kalbsschnitzel (Scaloppine) beim Metzger — beim Metzger nach dünn geklopftem Kalbfleisch fragen, spart eigenes Plattieren.
Nährwerte
≈ 420 kcal · 28 g Eiweiß · 30 g Fett · 7 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Kalbs-Scaloppine in Zitronenrahmsauce mit Kapern
Italien-USA · italoamerikanische Küche

Zubereitung

  1. Kalbsschnitzel salzen, pfeffern, in Mehl wenden.

  2. In Butter und Öl bei mittlerer bis hoher Hitze 1 bis 2 Minuten pro Seite braten, herausnehmen.

  3. Mit Weißwein ablöschen, den Bratensatz lösen, etwas einkochen.

  4. Zitronensaft und Sahne zugeben, 3 bis 4 Minuten einkochen, bis die Sauce leicht eindickt.

  5. Kapern zugeben, Schnitzel zurück in die Pfanne, kurz durchziehen lassen.

  6. Mit Petersilie bestreut servieren.

Hintergrund

Warum das Fleisch nur ganz kurz gebraten wird

Dünn geklopfte Scaloppine sind so dünn, dass sie in ein bis zwei Minuten pro Seite durchgaren — länger gebraten werden sie schnell zäh und trocken, da so wenig Fleischmasse kaum Feuchtigkeit speichert. Das Fertiggaren passiert am Ende kurz in der fertigen Sauce, nicht durch längeres Anbraten.

Warum sich auch Hähnchen oder Pute eignen

Wo Kalbfleisch teuer oder schwer erhältlich ist, wird diese Zubereitung häufig mit dünn geklopfter Hähnchen- oder Putenbrust gemacht — das Grundprinzip bleibt gleich: kurz scharf anbraten, dann in der Sauce fertigziehen. Wichtig ist in jedem Fall, den Bratensatz am Boden der Pfanne beim Ablöschen mit Wein vollständig zu lösen, denn genau darin steckt ein großer Teil des konzentrierten Röstaromas der fertigen Sauce.

Warum das Fleisch vor dem Braten geklopft wird

Das Klopfen mit einem Fleischklopfer macht die Scaloppine nicht nur gleichmäßig dünn, sondern lockert auch die Fleischfasern auf, wodurch das Kalbfleisch zusätzlich zarter wird. Ungleichmäßig dicke Stücke würden beim kurzen Braten an den dickeren Stellen roh bleiben, während die dünneren Ränder bereits zäh werden — die gleichmäßige Dicke ist deshalb Voraussetzung für die kurze, hohe Brattemperatur, die dieses Gericht braucht.

Warum die Sauce beim Aufwärmen leicht gerinnen kann

Sahne-Zitronen-Saucen neigen dazu, beim erneuten, zu schnellen Erhitzen zu gerinnen, weil die Säure die empfindliche Fett-Eiweiß-Verbindung zusätzlich destabilisiert, sobald wieder Hitze ins Spiel kommt. Reste sollten deshalb nur auf niedriger Stufe und unter ständigem Rühren erwärmt werden, am besten mit einem zusätzlichen Schuss Sahne oder Brühe, um die Sauce wieder zusammenzuführen. Aus genau diesem Grund gelingt dieses Gericht am zuverlässigsten frisch zubereitet kurz vor dem Servieren statt als vorbereitetes Resteessen.

Warum Kapern vor der Verwendung kurz abgespült werden sollten

In Salzlake eingelegte Kapern bringen von sich aus schon reichlich salzige Flüssigkeit mit, die eine ohnehin schon reduzierte, konzentrierte Sauce leicht übersalzen kann. Kurzes Abspülen oder Trockentupfen gleicht das aus und lässt den würzig-blumigen Eigengeschmack der Kapern durchkommen, ohne dass ihre Salzigkeit die feine Zitronen-Sahne-Balance der Sauce dominiert.

Welcher Wein sich für die Sauce eignet

Für das Ablöschen der Pfanne eignet sich ein trockener, nicht zu stark gealterter Weißwein am besten, da schwerere oder süßere Weine die feine Zitronen-Sahne-Balance der Sauce leicht überdecken können. Wird kein Wein verwendet, lässt er sich durch etwas zusätzliche Brühe mit einem kleinen Schuss zusätzlichem Zitronensaft ersetzen, wobei die charakteristische leichte Säure- und Aromatiefe, die der Wein normalerweise beisteuert, dann etwas fehlt. Der übrig gebliebene Wein aus der Flasche passt anschließend meist auch gut als Begleiter zum fertigen Gericht auf den Tisch, da beide dieselbe Säure- und Aromarichtung teilen. Da die Sauce der eigentliche Star dieses Gerichts ist, wird sie am Tisch am liebsten mit einer schlichten Beilage aufgefangen, die selbst kaum Eigengeschmack mitbringt — Butternudeln, einfaches Kartoffelpüree oder geröstetes Weißbrot eignen sich hier besser als kräftig gewürzter Reis oder stark aromatisiertes Gemüse, die mit der feinen Zitronen-Sahne-Note konkurrieren würden.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Kalbs-Scaloppine mit Zitronenrahmsauce

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Warum werden die Schnitzel so dünn geklopft?

Sehr dünnes Fleisch gart in ein bis zwei Minuten pro Seite durch, was die kurze, intensive Bratzeit ermöglicht, die für Scaloppine typisch ist — dickeres Fleisch bräuchte deutlich länger und würde außen verbrennen, bevor es innen gar ist.

Kann man Hähnchen oder Pute statt Kalbfleisch verwenden?

Ja, dünn geklopfte Hähnchen- oder Putenschnitzel funktionieren nach demselben Prinzip, verändern aber den traditionellen Charakter — die Bezeichnung "Scaloppine" bezieht sich ursprünglich spezifisch auf Kalbfleisch.

Was ist der Unterschied zu "Scaloppine al Limone"?

Diese Version mit Sahne und Kapern ist eine reichhaltigere, italoamerikanische Weiterentwicklung — die klassische italienische "al Limone"-Version ist meist leichter, oft nur mit Weißwein, Zitrone und Butter, ohne Sahne.

Warum wird zuerst mit Wein, dann erst mit Sahne abgelöscht?

Der Wein löst zuerst die Röstaromen vom Pfannenboden und verkocht seinen Alkohol, bevor die Sahne dazukommt — würde die Sahne zuerst zugegeben, könnten die Röstaromen nicht mehr richtig gelöst werden und die Sauce bliebe geschmacklich flacher.

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