Sangria im Barcelona-Stil
Junger Rotwein mit Zitrusfrüchten, Zimt und einem Schuss Brandy, mindestens zwei Stunden kalt gezogen.
Herkunft
Spanische Küche reicht von der Tortilla Española über den katalanischen Salat Xató bis zu Churros zum Nachtisch — mit Aussprache und Hinweisen, wo die Zutaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden sind.
Sangría, laut gängiger Herleitung nach der spanischen Bezeichnung „sangre“ (Blut) für die tiefrote Farbe benannt, wird von Spaniern selbst deutlich seltener getrunken als es der internationale Ruf vermuten lässt: Im Alltag greifen viele eher zu Tinto de Verano, einer einfacheren Mischung aus Rotwein und Limonade. In Katalonien wird zudem häufig Sangría de Cava zubereitet, bei der Schaumwein statt Rotwein die Basis bildet. Auch bei der Tortilla Española gehen die Meinungen auseinander: Ob Zwiebeln in den Teig aus Kartoffeln und Ei gehören, ist eine der meistdiskutierten Fragen der spanischen Küche und wird je nach Region und Familie unterschiedlich beantwortet. Xató, der katalanische Salat aus Escarole, Kabeljau, Thunfisch und einer Sauce aus geröstete Mandeln, ist traditionell mit den Xatonades verbunden, geselligen Winterfesten in der Gegend um Sitges. Churros schließlich werden in Spanien klassisch zum Frühstück oder zur Merienda in dicke heiße Schokolade getaucht, während die dickere Variante Porras vor allem im Süden des Landes verbreitet ist.
Junger Rotwein mit Zitrusfrüchten, Zimt und einem Schuss Brandy, mindestens zwei Stunden kalt gezogen.
Die international bekannte "Frittata"-Bezeichnung für die spanische Tortilla Española: Kartoffel-Zwiebel-Omelett, dick und in Spalten serviert.
[ tscha ·TO ]
Katalanischer Wintersalat aus krauser Endivie mit Thunfisch, Sardellen und Oliven, angemacht mit einer Romesco-ähnlichen Mandel-Paprika-Vinaigrette.
Ein einfacher spanischer Sommersalat aus blanchierten grünen Bohnen, Tomatenwürfeln und einer Sherry-Essig-Vinaigrette — die spanische Sherry-Essig-Note unterscheidet ihn deutlich von ähnlichen Bohnensalaten anderer Länder.
[ tor· TI ·ja Es·pa·NJO·la ]
Ein dickes spanisches Omelett aus langsam in Olivenöl gegarten Kartoffeln und Eiern, klassisch mit oder ohne Zwiebel — Spaniens vielleicht bekanntestes und am heftigsten diskutiertes Nationalgericht.
[ TSCHU ·ros ]
Geriffelte, frittierte spanische Teigstangen aus einem einfachen Brühteig, in Zucker und Zimt gewälzt, klassisch mit dicker heißer Schokolade zum Dippen serviert.
[ pa· E ·ja ]
Safranfarbener Reis, in einer breiten, flachen Pfanne mit Hähnchen, grünen Bohnen und Gewürzen gegart, bis sich am Boden eine knusprige Kruste ("Socarrat") bildet — Spaniens bekanntestes Reisgericht, ursprünglich aus Valencia.
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Nachgefragt
Fragen, die zur Küche dieser Region am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.
Das ist in Spanien selbst umstritten. Traditionalisten aus manchen Regionen bestehen auf einer reinen Kartoffel-Ei-Tortilla ohne Zwiebeln, während andere Familien und Regionen Zwiebeln für unverzichtbar halten. Es gibt keine einheitlich "richtige" Version, beide Varianten sind in Spanien weit verbreitet und werden je nach Herkunft und familiärer Tradition unterschiedlich zubereitet.
Im Alltag eher selten: Viele Spanier greifen stattdessen häufiger zu Tinto de Verano, einer einfacheren Mischung aus Rotwein und Limonade, oder in Katalonien zu Sangría de Cava mit Schaumwein statt Rotwein. Klassische Sangría wird eher bei touristischen Anlässen oder größeren Feiern zubereitet als im normalen Alltag.
Xató ist ein katalanischer Salat aus Escarole, Kabeljau oder Thunfisch, Sardellen und einer Sauce aus geröstete Mandeln, Haselnüssen und Chili. Der Salat ist vor allem in der Region um Sitges verbreitet, wo er traditionell im Rahmen der winterlichen Xatonades, geselliger Festessen, serviert wird.
In Spanien werden Churros traditionell zum Frühstück oder zur Merienda am Nachmittag in dicke, heiße Schokolade getaucht, nicht in Zucker gewälzt wie es außerhalb Spaniens oft üblich ist. Die etwas dickere Variante Porras, aus lockerem Teig, ist vor allem im Süden des Landes verbreitet und wird ähnlich serviert.
Spanischer Schinken ist inzwischen in größeren Supermärkten sowie an Feinkosttheken erhältlich, die Qualität und Auswahl sind dort aber oft begrenzt. Für eine größere Sortenvielfalt, etwa verschiedene Reifegrade von Ibérico-Schinken, lohnt sich der Blick in spanische Feinkostläden oder spezialisierte Online-Shops mit direktem Import.