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Ägypten & Levante

Sabich

[ Sa · bii ch ]

Sabich ist ein herzhaftes, gefülltes Pitabrot mit gebratener Aubergine, hartgekochtem Ei, cremigem Hummus, frischem Salat und der charakteristischen scharf-säuerlichen Amba-Sauce. Ursprünglich von irakischen Juden nach Israel gebracht, ist es heute ein fester Bestandteil der Street-Food-Szene Tel Avivs.

Steckbrief

Herkunft
Ägypten & Levante · Israel · Tel Aviv
Exotik
Nie gehört
Aufwand
40 Min · einfach
Ergibt
4 Portionen
Wo kaufen
Amba (eingelegte Mango-Sauce) im arabischen oder israelischen Feinkostladen oder online — in DE/AT/CH meist nur in größeren Städten oder online zu finden.
Nährwerte
≈ 600 kcal · 20 g Eiweiß · 33 g Fett · 54 g Kohlenhydrate — pro Portion, geschätzt aus der Zutatenliste, nicht laboranalysiert.
Sabich, gefülltes Pitabrot mit gebratener Aubergine, Ei, Hummus und Amba-Sauce
Israel · Tel Aviv

Zubereitung

  1. Auberginenscheiben leicht salzen und 15-20 Minuten ziehen lassen, damit sie weniger Öl aufnehmen, dann trocken tupfen.

  2. Eier hart kochen (etwa 9-10 Minuten), abschrecken, schälen und halbieren.

  3. Auberginenscheiben in reichlich heißem Öl von beiden Seiten goldbraun braten, bis sie innen weich sind, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  4. Tahini mit Zitronensaft, etwas Wasser und Salz zu einer cremigen Sauce verrühren.

  5. Gurke und Tomaten mit etwas Zitronensaft, Salz und Petersilie zu einem einfachen Salat mischen.

  6. Pitabrote leicht aufschneiden und mit Hummus bestreichen.

  7. Auberginenscheiben, Ei und Salat einfüllen, mit Amba und Tahini beträufeln und sofort servieren.

Hintergrund

Von Bagdad nach Tel Aviv

Sabich kam mit irakischen Juden nach Israel, die vor allem Anfang der 1950er-Jahre im Rahmen groß angelegter Auswanderungswellen aus dem Irak nach Israel übersiedelten. Der Überlieferung nach geht das Sandwich auf die Tradition zurück, am Schabbat-Morgen die am Vortag gebratenen Auberginenscheiben mit hartgekochtem Ei kalt zu essen, da am Ruhetag nicht gekocht werden durfte. In gefülltem Fladenbrot wurde daraus ab den 1960er-Jahren in Tel Aviv ein eigenständiges Street-Food-Gericht, das inzwischen weit über die irakisch-jüdische Community hinaus bekannt ist. Auch wenn sich die Details der Überlieferung von Familie zu Familie leicht unterscheiden, gilt die Verbindung zum Schabbat als ein weithin anerkannter Teil der Entstehungsgeschichte.

Was Amba dem Sandwich gibt

Amba, eine eingelegte Mango-Sauce mit Kurkuma, Senfsaat und Essig, geht selbst auf indische Mango-Chutneys zurück, die Bagdader Handelsfamilien über Handelsrouten in den Irak brachten. Im Sabich sorgt die scharf-säuerliche Sauce für den entscheidenden Kontrast zu den milden, cremigen Elementen wie Hummus, Tahini und gebratener Aubergine, weshalb sie sich kaum durch ein süßes Mango-Chutney ersetzen lässt, ohne dass der typische Geschmack verloren geht. Gerade das Zusammenspiel aus cremig, knusprig, säuerlich und scharf macht den Reiz dieses eigentlich einfachen Sandwiches aus.

Nachgefragt

Häufige Fragen zu Sabich

Die Fragen, die zu diesem Gericht am häufigsten gestellt werden — mit kurzen, konkreten Antworten.

Was ist Amba und wo bekomme ich es?

Amba ist eine eingelegte, würzig-saure Mango-Sauce mit Kurkuma und Senfsaat. Man findet sie in arabischen oder israelischen Feinkostläden sowie online, seltener in normalen Supermärkten.

Kann ich Sabich vegan zubereiten?

Ja, dafür einfach das Ei weglassen oder durch mariniertem Tofu ersetzen, die übrigen Zutaten wie Aubergine, Hummus, Tahini und Amba sind bereits vegan.

Woher kommt der Name Sabich eigentlich?

Der genaue Ursprung des Namens ist nicht vollständig geklärt, häufig wird er mit einem arabischen Wort für Morgen in Verbindung gebracht, da das Gericht traditionell am Schabbat-Morgen gegessen wurde.

Kann ich die Auberginen backen statt frittieren?

Ja, im Ofen gebackene Auberginenscheiben werden zwar etwas weniger cremig als frittierte, sparen aber deutlich Fett und funktionieren als leichtere Alternative gut.

Was, wenn ich keine Amba finde?

Ein süß-saures Mango-Chutney kommt geschmacklich am nächsten, auch wenn es milder und weniger scharf-würzig ist als klassische Amba.

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