Kaum jemand spricht Gerichtnamen aus einer fremden Sprache auf Anhieb richtig aus, und das ist völlig in Ordnung. Unangenehm wird es nur, wenn man deshalb gar nicht bestellt. Hier sind zwölf Namen, bei denen die Umschrift den größten Unterschied macht.
Die schwierigen
- Bánh xèo — [ bang · ßeo ]. Das „xèo“ ist ein scharfes S, kein „ks“.
- Bò lúc lắc — [ bo · luck · lack ]. Zwei kurze, betonte Silben am Ende.
- Molokhia — [ mo · lo · chii · ja ]. Das „kh“ ist ein Rachen-Ch wie in „Bach“.
- Khachapuri — [ ha · tscha · pu · ri ]. Das erste K ist kaum hörbar, die Betonung liegt auf „pu“.
- Muhammara — [ mu · ham · ma · ra ]. Doppel-M, Betonung vorn.
- Ghormeh sabzi — [ ghor · meh sab · si ]. Persisch, mit weichem G am Anfang.
Die unterschätzten
- Kaasstengels — [ kaas · steng · els ]. Niederländisch: langes A, Betonung ganz vorn.
- Esquites — [ es · kii · tes ]. Das „qu“ ist ein K, das E am Ende wird gesprochen.
- Gnocchi — [ njok · ki ]. Nicht „Gnotschi“: „cch“ ist im Italienischen immer ein hartes K.
- Bruschetta — [ brus · ket · ta ]. Dieselbe Regel, derselbe häufige Fehler.
- Chipotle — [ tschi · pot · le ]. Drei Silben, das L kommt vor dem E.
- Pho — [ fö ]. Kurz, mit einem Vokal zwischen „ö“ und „u“, nicht „foh“.
Warum wir grob umschreiben
Wir verwenden bewusst keine Lautschrift nach IPA, sondern eine vereinfachte deutsche Umschrift, und markieren nur die betonte Silbe. Das ist linguistisch ungenau — vietnamesische Töne etwa lassen sich so gar nicht abbilden. Aber es ist die Fassung, die man im Restaurant tatsächlich benutzen kann, und darum geht es hier.
Wer es genauer will, findet die betonte Silbe bei jedem Gericht auf dieser Seite farblich hervorgehoben. Und im Zweifel gilt: auf die Karte zeigen funktioniert in jeder Sprache.